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Weiterhin bleibt unser Fokus auf die aus der langfristigen Trendlinie (blau) resultierenden Unterstützung gerichtet. Noch ist das übergeordnete Gefahrenpotential erneut fallender Kurse nicht vom Tisch. Jedoch konnten im Verlauf der vergangenen Woche die nicht unbedeutenden 162,25 €/t übersprungen werden. Die anschließende Korrektur bis 156,75 €/t überraschte nach Höchstkursen bei 164,25 €/t nicht. Die Tiefstkurse am Freitag (154,25 €/T) waren Ausrutscher und bleiben außerhalb unserer Betrachtung. Mit Folgekursen von aktuell 161,75 €/t widersetzt sich der EU-Weizen weiterhin, fundamental durchaus gerechtfertigt, den negativen Impulsen aus Nordamerika. Für die kommende Woche können und müssen wir die Frage der letzten Woche wiederholen: Kann sich aus der zunächst immer noch korrektiv erscheinenden Aufwärtsbewegung mehr entwickeln?

Wichtiger Widerstand liegt bei 162 €/t



Nach Tiefkursen von 156,75 €/t in der vergangenen Woche dürfen wir den Fokus wieder auf steigende Kurse richten. Zunächst gilt es, den wichtigen Widerstand bei 162 €/t zu überwinden. Allerdings wartet bereits bei 164,25 €/t bis 167,50 €/t ein sehr starkes Widerstandsbündel auf den Weizen. Auch die Indikatoren können derzeit nicht überzeugen. Dennoch halten wir daran fest, dass solange 157,50 €/t nicht unterschritten werden, für den Weizen die Chance besteht, den zuvor genannten Widerstandsbereich in einem Befreiungsschlag zu überspringen. Mit Kursen über 167,50 €/t würden sich der Fokus des Handels dann schnell auf 173,75 €/t und 177,00 €/t richten.


Auch wenn das Pendel derzeit ganz leicht zur positiven Seite tendiert, darf das Gefahrenelement nicht aus den Augen verloren werden. Kurse unter 157,50 €/t würden das Positivszenario gefährden. Unterhalb der 150,75 €/t müssten wir mit deutlich fallenden Notierungen rechnen und jegliches Aufwärtspotential wäre zunächst egalisiert. 


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Iro Betz, Bremer Landesbank, Spezialist für technische Analysen
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