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Der neue Wasde-Report schätzt erstmals die weltweite Ernte 2017 und die Bestände von Weizen. In der EU rechnet das USDA mit einer Produktion von 151 Mio. t Weizen gegenüber der schwachen Ausbeute von 145,5 Mio. t im Vorjahr. In den USA macht sich die gewaltige Einschränkung der Aussaatflächen von Weizen im Herbst 2016 bemerkbar. Die US-Analysten rechnen noch mit einer Produktion 2017 in Höhe von rund 49,5 Mio. t, das sind rund 22 Prozent weniger als 2016 und der niedrigste Stand seit 11 Jahren. Durch die Schneestürme im Hauptanbaugebiet Kansas und den aktuellen Überschwemmungen am Missisippi könnten die bisher um 10 Prozent niedriger geschätzten Erträge noch deutlicher sinken.

Chicago legt zu
Die Börse in Chicago (Cbot) reagiert auf die neuesten Wasde-Zahlen für 2017/18 zunächst mit einem Kursrückgang bei Weizen, dann aber gibt es Gewinne. Vor allem die Bestände waren von Marktteilnehmern niedriger geschätzt worden. Stattdessen sind sie höher als 2016/17. Aber derzeit überwiegt die Feststellung, dass es nicht schon wieder eine so große weltweite Ernte gibt. An der Cbot legt der neue Frontmonat Juli gegen 20 Uhr  um 0,75 Cent/bushel auf 4,30 US-$/bushel zu. (da)
Die globale Weltweizenproduktion im kommenden Wirtschaftsjahr 2017/18 gibt das USDA in seinem aktuellen Mai-Report, Wasde, mit knapp 738 Mio. t an. Das wäre ein Rückgang um rund 15 Mio. t gegenüber 2016/17, aber immer noch die zweibeste Ernte überhaupt. Die Bestände dürften Ende des Wirtschaftsjahres 2017/18 mit geschätzten 258,3 Mio. t komfortabel und sogar um knapp 3 Mio. t höher als 2016/17 ausfallen. Der Markt war von niedrigeren Endbeständen ausgegangen. Nun verzeichnet China höhere Bestände.

Die US-Anaylsten begründen den Anstieg mit einem geringeren Verbrauch von Weizen für die Fütterung sowie für die industrielle Verwendung. Dafür dürften die Nahrungsmittelhersteller mehr nachfragen.
Für Russland (67 Mio. t), Kasachstan (13 Mio. t) und die Ukraine (25 Mio. t) macht das USDA Abstriche bei der Ernteschätzung 2017 gegenüber Vorjahr. (da)





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