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Für die EU gibt es jedoch weitere Korrekturen nach unten. Die Weizenproduktion setzt das USDA in seinem monatlichen Marktbericht "Wasde" auf 145,2 Mio. t fest, das sind doch noch einmal rund 2 Mio. t weniger als im August geschätzt. Die schwache Ernte in Frankreich bleibt nicht ohne Folgen. Die Endbestände erreichen in der EU Ende Juni 2017 rund 12 Mio. t, 3 Mio. t weniger als noch vor einem Jahr. Auch für China erwartet das USDA einen Produktionsrückgang bei Weizen auf 128 (130) Mio. t Weizen.

Doch weltweit werden diese Minuszahlen keinen Einfluss haben. Denn auf der südlichen Hemisphäre reifen wie in Australien rekordverdächtige Ernten heran. Das USDA schätzt für den Kontinent 27,5 Mio. t Weizen, die staatliche Agentur Abare in Australien legt sogar mit 28 Mio. t heute Abend eine Schippe drauf. Aber auch Kasachstan hat um 1,5 auf 16,5 Mio. t nachgelegt. Zusammen mit Russland und der Ukraine bringt es die FSU-12 auf 131 Mio. t Weizen im laufenden Wirtschaftsjahr 2016/17, das sind gemessen an der globalen Erzeugung von 744,8 (plus 1 Mio. t gegenüber August) Mio. t etwa 17,5 Prozent der Weltweizenproduktion. Weitere Aufsteiger sind Indien, Brasilien und Kanada.

Das bleibt nicht ohne Auswirkungen auf die Exporte. Vor allem Australien und Kasachstan dürften im Welthandel mitmischen. Die EU hingegen wird nach Einschätzung der US-Analysten 26 Mio. t im Vermarktungsjahr 2016/17 exportieren, etwa 1 Mio. t weniger als noch im August angenommen. Weltweit steigt der Bedarf von Weizen für Mensch und Tier. Die globalen Weizenbestände sinken um 3,8 auf 249 Mio. t Weizen, sind aber immer noch mehr als ausreichend. (da)
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