Märkte am Mittag

Einlagerung steht im Mittelpunkt

Dennoch hat sich die Dikussion um qualitativ schwächere Partien zuletzt doch wieder etwas beruhigt. Zwar taten die Niederschläge der jüngsten Zeit den noch nicht eingebrachten Partien nicht gut, aber es scheinen ausreichende Mengen an backfähiger Ware den Verarbeitern zur Verfügung zu stehen. Inzwischen wird vermehrt über Engpässe bei den Lagermöglichkeiten gesprochen. Dies wirkt sich vor allem bei schwächerem oder Durschnittsweizen zusätzlich etwas preisdämpfend aus.

Die Erzeuger erhalten im Süden für A-Weizen im Schnitt etwa 155 €/t netto, frei Erfassungslager. B-Weizen wird mit knapp 147 €/t abgerechnet. Nochmals deutlicher unter Druck ist Futterweizen geraten. Hierfür erhalten die Landwirte im Mittel 133 €/t netto. Es gilt weiterhin als sicher, dass das Angebot an Futterweizen ohne Fallzahlangaben in diesem Jahr deutlich geringer als 2013 ausfällt.

Brotweizen wird verhalten aber stetig geordert. Die Mühlen versuchen zuweilen bei prompter Ware Untergebote zu platzieren, was nur teilweise gelingt. Die ersten Exporte wirken sich indirekt auch in Süddeutschland etwas stabilisierend aus. Aufmischweizen tendiert grundsätzlich stabil. Die Verkäufer profitieren auch von den Qualitätsproblemen in Frankreich. Die Mischfutterindustrie zeigt sich mit schwachem Weizen zunächst gut versorgt. Hier und da gibt es erste Anschlusskäufe für Oktober/Dezember.

Am Mittag notierte der Weizen an der Pariser Matif bei 176 €/t und daimt im 1 €/t höher als gestern. Bis zum Kurs Januar-Future sind knapp 3 €/t Differenz.

Die Matif-Notierung für Rapssaat befestigten sich zwar ebenfalls, aber doch geringfügiger als der Weizen. So notierte der November-Termin bei 328,75 €/t und damit um 25 Cent höher als am Vortag. Die Januar-Notierung will sich nicht vom Vortageskurs von 331,75 €/t lösen.(HH)  
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