Märkte am Morgen: Getreide

Eiseskälte stützt US-Weizenkurse

Weizen: An der Matif gaben die Weizenkurse etwas nach. Zeitweise sah es freundlich aus und die Märznotierung stieg bis auf knapp 191 €/t an, konnte aber die Tagesgewinne nicht halten. Als in Chicago die Kurse bröckelten, wechselte die Matif die Vorzeichen. Die festere Tendenz der beiden Vortage dürfte auch von technischen Einflüssen geprägt sein, denn zum Wochenanfang liefen in Paris die Optionen für den März-Termin aus.
 
In Chicago gab Weizen seine zwischenzeitlich deutlicheren Tagesgewinne nach einsetzenden Gewinnmitnahmen zwar weitgehend ab, ist sich aber bei einem überschaubaren Plus. Heute Morgen sind die Vorgaben aus Chicago weiter fest. In Teilen des mittleren Westens sollen die Temperaturen bis zum Freitag unter 20 °C fallen. Es werden regionale Auswinterungsschäden befürchtet. Vor allem in Illinois, Indiana und Ohio sind die Weizenbestände häufig nur von einer sehr dünnen Schneedecke geschützt, teilweise fehlt sie auch ganz.
 
Ägypten hat einen Tender für US Weizen in unbestimmter Größenordnung eröffnet. In Russland sollen Exporteure noch etwa 1 Mio. t Exportverpflichtungen für Weizen in ihren Büchern haben, die sie vor der Einführung der russischen Exportzölle eingegangen waren. Agenturberichten zufolge wollen sie ihre Aufträge zwar erfüllen, aber keine neuen Exporte mehr annehmen.  
 
Mais: Auch die Maisnotierungen in Chicago profitierten vom Frosteinbruch, zumal etwas größere Nachfrage der US-Futtermittelwirtschaft erwartet wird. Zusätzliche Stützung bekam Mais vom festen Sojaschrot und den stabileren Rohölkursen. Die Chicagoer Maisnotierungen scheinen auf dem derzeitigen Niveau Unterstützung zu finden. Der Mai-Kontrakt hat bereits wieder die Marke von 4 US-$/Bushel im Visier.
 
An der Matif notierte Mais ein leichtes Plus. Die Kurse könnten bei vergleichsweise lebhaftem Handel von Options-Einlösungen profitiert haben. Der März schloss bei 153 €/t und der Abstand zum Weizen bleibt gewaltig. (St)
 
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