Wetterphänomen

El Nino kündigt sich an


Das australische Büro für Meteorologie geht jetzt von einer 70-prozentigen Wahrscheinlichkeit für El Nino aus. Die Behörde hat ihren El-Nino-Tracker deswegen am Dienstag von bisher „Watch" (Beobachten) auf „Alert" (Wachsam sein) gesetzt. Damit ist die vorletzte Stufe für El Nino erreicht.

Regelmäßiger Gast

El Nino ist ein Wetterphänomen, das regelmäßig auftritt. Es ist gekennzeichnet durch überdurchschnittliche hohe Temperaturen an der Wasseroberfläche des Pazifiks in der Nähe des Äquators. Dadurch ändern sich die Windverhältnisse und die Niederschlagsverteilung. Eher zu trocken wird es üblicherweise in Australien und Südostasien, wogegen Südamerika und der Süden der USA zu viel Regen abbekommen kann. Seit 1950 sind 22 El-Nino-Jahre aufgezeichnet. (db)

Zuletzt hat die Behörde El Nino von September 2009 bis April 2010 festgestellt. Wenn er jetzt eintritt, rechnen die australischen Meteorologen für Australien mit trockeneren und wärmeren Bedingungen im Osten, einen späteren Beginn der Regenzeit im Norden sowie Buschbränden im Süden.

In den USA hat die Meteorologie-Behörde NOAA vor knapp zwei Wochen die letzte Prognose erstellt. Sie lautete auf eine Wahrscheinlichkeit von 58 Prozent, dass El Nino im Winter auf der Nordhalbkugel auftritt. Dort wird die nächste Vorhersage Anfang Dezember erstellt.

Grundsätzlich sind sich die Meteorologen einig, dass es in der Saison 2014/15 mit großer Wahrscheinlichkeit zu El Nino kommen wird, die Intensität des Wetterphänomens können sie aber kaum abschätzen. (db)
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