Wetterphänomen

El Niño auf der Südhalbkugel

Regelmäßiger Gast
El Nino ist ein Wetterphänomen, das regelmäßig auftritt. Es ist gekennzeichnet durch überdurchschnittliche hohe Temperaturen an der Wasseroberfläche des Pazifiks in der Nähe des Äquators. Dadurch ändern sich die Windverhältnisse und die Niederschlagsverteilung. Eher zu trocken wird es üblicherweise in Australien und Südostasien, wogegen Südamerika und der Süden der USA zu viel Regen abbekommen kann. Seit 1950 sind 22 El-Nino-Jahre aufgezeichnet. (db)
In Australien ist der El-Niño-Tracker heute von bisher „Alert" (Wachsam sein) auf die höchstmögliche Stufe nach oben gesetzt. Die Meteorologen haben gemessen, dass die Temperatur an der Wasseroberfläche des Pazifiks jetzt 0,8 °C höher ist als üblich. Jetzt rechnen die australischen Meteorologen für Australien, wo die Winterzeit bevorsteht, mit trockeneren Bedingungen im Osten sowie höheren Tagestemperaturen im Süden.

In den USA hat die Meteorologie-Behörde NOAA gestern die aktuelle Prognose erstellt. Sie lautete auf eine Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent, dass El Niño im Sommer auf der Nordhalbkugel auftritt. Für den Herbst steht die Wahrscheinlichkeit noch auf 60 Prozent. (db)
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