Die EU-Kommission rechnet in ihrer ersten Getreidebilanz für 2013/14 mit einer höheren Erzeugung, die den Futterverbrauch und die Exporte ankurbeln könnte. Gleichzeitig wird voraussichtlich der Importbedarf sinken. Die Vorräte könnten leicht aufgestockt werden.

Im Einzelnen zeigt die Bilanz, dass die EU-Erzeugung 2013/14 im Vergleich zur laufenden Saison um 6,5 Prozent auf rund 291 Mio. t steigen könnte. Die Mehrproduktion von etwa 20 Mio. t stammt überwiegend aus einer höheren Weizen- und Maisernte. Sie enthält außerdem etwa 3,5 Mio. t Getreide aus Kroatien, die ab dem neuen Wirtschaftsjahr zur EU-Ernte zählen.

Kennzahlen Getreide EU-28, 2013/14, in Mio. t
Anfangsbestand31,1
  
Erzeugung291,1
Importe12,9
  
Verbrauch275,2
Exporte25,7
  
Endbestand34,2
  
Quelle: EU-Kommission
 
Dieses reichlichere Angebot wird nach Einschätzung der Kommission dazu führen, dass der EU-Verbrauch steigen kann. Vor allem die Verfütterung von Getreide hat Potenzial. Außerdem gehen die Brüsseler Marktbeobachter davon aus, dass die EU 2013/14 wesentlich weniger Getreide importieren wird, im Gegenzug aber mehr exportieren kann. Die anvisierten Exporte von 25,7 Mio. t Getreide lägen etwa 10 Prozent höher als im aktuellen Wirtschaftsjahr.

Leicht aufbauen kann die EU nach der Kommissionsschätzung die Bestände. Sie sind mit 34,2 Mio. t etwa 10 Prozent höher als in der laufenden Saison, jedoch keinesfalls drückend. Das zeigt der Vergleich mit der Saison 2011/12, als die EU-Kommission 37,1 Mio. t Endbestände registriert hatte.

Die EU-Kommission weist in ihren Bilanzzahlen für 2013/14 erstmals die EU-28 aus. Enthalten ist Kroatien, das nach den jetzigen Plänen zum 1. Juli 2013 der EU beitreten wird. Das Land bringt eine Getreideerzeugung von rund 3,5 Mio. t ein. (db)
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