Märkte am Morgen: Ölsaaten

Erhebliche Turbulenzen am Rapsmarkt

Sojakomplex: Witterungseinflüsse und Schnäppchen-Käufe am US-Kassamarkt nach den vorangegangenen Kursverlusten ließen die Sojabohnen gut behauptet schließen. Der März-Termin für Sojaschrot hielt sich mit rund 335 US-$/short ton ebenfalls. Heute Morgen sieht es für die Sojabohnen bereits wieder nach Druck aus und die Kurse geben Chicago etwas nach.
 
Vom südamerikanischen Markt gibt es nichts Neues. In Argentinien zeichnen sich normale Witterungsverhältnisse ab und die erwartete kleinere argentinische Ernte kann von den großen Ernten in den Nachbarländern mehr als kompensiert werden.
 
Kanada rechnet nach Einschätzung des Agrarministeriums in diesem Jahr mit einer neuen Rekordernte von 6,8 Mio. t Sojabohnen. Ursächlich hierfür ist die geschätzte Anbauausdehnung um 220.000 ha.
 
Raps: Der Wechsel des Frontmonats sorgte an der Matif für erhebliche Verwerfungen. Nach einem Minus von 11,75 €/t fiel der Schlusskurs für den Februar-Raps auf 415 €/t. Zwischenzeitlich hatten die Notierungen aufgrund von technischen Bereinigungen sogar bis zu 14,50 €/t nachgegeben. Der schwache Frontmonat drückte auch auf die übrigen Termine. Der Mai verlor 3,75 €/t und notierte bei 409,50 €/t. Ab heute ist der Mai der neue Frontmonat für den europäischen Raps-Terminmarkt.
 
In Winnipeg drückten Währungseinflüsse und Verkäufe der spekulativen Anleger vor dem Monatswechsel auf die Canola-Kurse. Der März verlor 3,40 Can-$/t und notierte mit 507,50 Can-$/t. Nach Einschätzung des kanadischen Agrarministeriums könnte die kommende Canola Ernte mit 18,5 Mio. t etwas größer als im Jahr 2016 ausfallen.
 
Palmöl: Die schwächere Tendenz setzte sich fort und die Palmölnotierungen verloren 1,3 %. Heute Morgen fehlen Vorgaben von der Börse in Kuala Lumpur.
 
Rohöl: Witterungseinflüsse brachte die Rohölnotierungen etwas nach oben. Brent-Crudeöl legte 0,47 US-Dollar zu schloss mit 55,70 US-$/Barrel. Auch WTI machte etwas Boden gut. Die US-Rohölproduktion hat sich von ihrem Tief im September 2016 inzwischen um 400.000 Barrel pro Tag erhöht. Die Commerzbank äußert Zweifel, ob die Opec angesichts dieser Entwicklung über längere Zeit an den geplanten Produktionskürzungen festhalten wird. (St) 
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