Märkte am Morgen: Getreide

Erholung auf schwachen Füßen

Weizen: An der Matif zeigten die Weizenkurse zeitweise deutlichere Erholungstendenzen, mussten im Sitzungsverlauf aber einen Teil ihrer Gewinne wieder abgeben. Der Dezember schloss bei 175 €/t und 1,25 €/t fester als am Vortag. Der September notiert mit 165,50 €/t. Die zwischenzeitlich höheren Kurse bröckelten mit schwachen Chicagoer Notierungen wieder ab. Die Erholung stand auf schwachen Füßen und lässt noch keine nachhaltige Bodenbildung beim Weizen erkennen.
 
In Chicago war die freundlichere Tendenz mit bei der Börseneröffnung wieder vorbei. Die Kurse drehten von grün nach rot. Der Dezember notierte 8,4 Cent/bushel niedriger als am Vortag und fiel nach einer volatilen Sitzung knapp unter 5 US-$/bushel. Der festere US-Dollarkurs und belastete und die weit fortgeschrittene US-Sommerweizenernte sorgte dafür saisonalen Druck.
 
In Polen ist die Weizenernte zu 95 Prozent abgeschlossen. Agenturberichten zufolge haben die polnischen Landwirte sehr gute Weizenqualitäten mit ordentlichen Erträgen geerntet. Die Exportaussichten für den polnischen für deutschen Weizen sind zurzeit dürftig, denn Weizen aus den baltischen Ländern dominiert das europäische Exportgeschehen. Am Hamburger Markt wird keine Prämie mehr auf die Matifnotierung geboten.  
 
Algerien rechnen mit einer Weizenernte von 4 Mio. t. Sie übertrifft das Vorjahresergebnis um rund 600.000 t und lässt einen etwas niedrigeren Importbedarf des nordafrikanischen Landes erwarten. In Russland ist die Getreideernte zu 50 Prozent abgeschlossen. Das Agrarministerium rechnet ähnlich wie im Vorjahr mit einer Weizenernte von knapp 60 Mio. t.
 
In Argentinien sieht es für kommende Weizenernte alles andere als rosig aus. Die Getreidebörse Buenos Aires hält aufgrund der nassen Witterung einen Rückgang der Weizenfläche von 700.000 ha für möglich. Erste Analysten erwarten nur noch eine argentinische Weizenernte von 8 bis 9 Mio. t. Im Vorjahr hatte Argentinien noch 12,8 Mio. t Weizen geerntet.
 
Mais: Die Maiskurse in Chicago notierten im Tagesverlauf ebenfalls schwächer. Eine schnelle Wende ist noch nicht in Sicht. Nach der festeren Vorbörse gaben die Notierungen auf dem Parkett bis zu 3,6 Cent/bushel nach. Der Dezember notierte bei 377 US-$/bushel. Das Wetter in im Mittleren Westen ist für die US-Maisernte vorteilhaft und im Süden der USA beginnt die Maisernte vereinzelt.  
 
In Paris konnten sich die Maisnotierungen zumindest kurzfristig fangen. Der November notierte nach einem leichten Plus bei 172,25 €/t.  (St)
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