GDT-Index

Erlöse für Milchpulver sinken


Nachdem der GDT-Index zuletzt sechsmal in Folge gestiegen war, musste am Dienstag erstmals seit drei Monaten ein Minus von 0,8 Prozent bilanziert werden. Dabei zeigte sich, dass der internationale Milchmarkt zweigeteilt bleibt. Die Kurse für Milchfett ziehen weiter an, während beim Milchpulver bereits zum zweiten Mal hintereinander Preisabschläge hingenommen werden mussten.

Für eine Tonne Milchpulver wurden im Durchschnitt über alle Termine 3.022 US-$/t bezahlt, das waren 3,3 Prozent weniger als am 6. Juni. Auffällig ist, dass vor allem die vorderen Liefertermine Juli (minus 6,5 Prozent) und August (minus 6,6 Prozent) nachgaben, während für den November ein Plus von 1,7 Prozent erreicht wurde. Im Vergleich zum Juni 2016 sind die Milchpulvererlöse um knapp 50 Prozent gestiegen.

Ungebrochen ist der Aufwärtstrend beim Milchfett. Butter verteuerte sich noch einmal um 2,9 Prozent auf 5.768 US-$/t. Während der Liefertermin Juli um 5,7 Prozent nachgab, konnten für alle anderen Termine Zuwächse erzielt werden. Binnen eines Jahres haben sich die Butterpreise auf der GDT-Plattform damit mehr als verdoppelt. Der Preis für wasserfreies Milchfett (AMF) stieg um 4,4 Prozent auf 6.885 US-$/t. Gegenüber dem Juni 2016 entspricht das einem Zuwachs von 90,1 Prozent.

Bei allen anderen Standardprodukten wurden zumeist niedrigere Preise erzielt. Am stärksten traf es Laktose mit einem Minus von 11,1 Prozent auf 869 US-$/t. Labcasein erlöste 6.104 US-$/t (minus 8 Prozent), Cheddar, 4.121 US-$/t (minus 3,8 Prozent). Für Magermilchpulver konnten die Verkäufer mit 2.218 US-$/t um 1,4 Prozent höhere Preise erzielen.

Mit 21.171 t wurde am Dienstag etwas weniger Ware gehandelt als am 6. Juni (22.004 t). Die nächste Auktion findet am 4. Juli statt. (SB)
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