Märkte am Morgen: Getreide

Erneute Notizverluste für Weizen

Weizen: Zwischenzeitliche Notizgewinne beim Matif-Weizen lösten sich im Laufe Sitzung wieder auf. Zum Börsenschluss stand am November ein Minus von 1,50 €/t. Schwache Vorgaben aus Chicago drückten auf die europäischen Futures.
 
Der Weizenexport der EU ist in diesem Wirtschaftsjahr eine Erfolgsstorys sondergleichen. In dieser Kampagne haben sich die Exportlizenzen für Weichweizen bereits auf 25,9 Mio. t aufaddiert. In dieser Woche wurden neue Exportlizenzen von 249.000 t Weichweizen vergeben.
 
In Chicago verloren die Weizennotierungen erneut. In den südlichen im südlichen Weizengürtel werden bis Mitte nächster Woche kleinere Regenfälle erwartet. Dies drückte ebenso wie die Aussicht auf komfortable globale Versorgungslage auf die Stimmung an der Börse.  
 
Das Agrarministerium in Russland geht davon aus, dass die russische Getreideernte in diesem Jahr wieder 100 Mio. t erreichen könnte. Dies wäre die höchste Ernte seit 2008. Die Erntezahlen lassen sich aber nur bedingt vergleichen, denn in die neue Schätzung fließt auch die Getreideernte der Krim mit ein.
 
Mais: Die Tendenz für den US-Mais ist aufgrund des guten Aussaatwetters und günstiger Wachstumsbedingungen zwar bärisch, doch die Chicagoer Futures konnten von dem festen Sojakomplex profitieren. Auch die akzeptablen US-Exportzahlen von 570.000 t unterstützen die Maisfuturest. Inzwischen haben die US-Maisexporte 93 Prozent ihrer vom amerikanischen Landschaftsministerium errechneten Ziel erreicht.  
 
An der Matif gab es kleine technische Kursgewinne für August, Die übrigen Termine gaben etwas nach. Die Maiseinfuhren in die EU halten ihr hohes Niveau. In dieser Woche wurden 342.000 t neue Importlizenzen gezogen. Insgesamt haben sich die europäischen Maisexporte in diesem Wirtschaftsjahr auf mehr als 13 Mio. t summiert. Nach Abzug der Exporte steht ein Nettoimport von 10,6 Mio. t zu Buche. (St)
stats