Maul- und Klauenseuche

Erneuter Ausbruch in Südkorea


Südkoreas Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und ländliche Angelegenheiten hat die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) über einen Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) auf einer Schweinefarm im Südwesten des Landes informiert. Laut dem Bericht, wurde die Erkrankung am 11. Januar bei 30 Schweinen festgestellt. Anschließend sei der gesamte Bestand von 670 Tieren getötet worden. Die Quelle der Infektion ist nach Behördenangaben unbekannt. Von den staatlichen Institutionen wurden Maßnahmen gegen eine Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche veranlasst.

In den vergangenen Jahren war es in dem ostasiatischen Land immer wieder zu MKS-Ausbrüchen gekommen, zuletzt im Mai 2015. Um den Bedarf decken zu können, musste das Land die Schweinefleischimporte erhöhen. Davon profitierte auch Deutschland, das seine Ausfuhren nach Südkorea im Zeitraum Januar bis September 2015 gegenüber 2014 um 11 Prozent auf 56.000 t steigern konnte. Südkorea ist damit nach China der zweitwichtigste Absatzmarkt außerhalb der EU. Nach Schätzungen des US-Agrarministeriums wird Korea in diesem Jahr seinen Bedarf von 1,9 Mio. t zu rund einem Drittel durch Importe decken. (SB)
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