Märkte am Morgen: Ölsaaten

Ernteaussichten drücken Sojapreise

Sojakomplex: In der Nacht zum Dienstag hat es im Mittleren Westen geregnet. Die Börse preiste einen Teil der Risikoprämien wieder aus, denn auch die wöchentliche US-Crop-Bonitierung blieb entgegen den Erwartungen unverändert. Die Novemberbohne verlor 5 US-$/t, Sojaschrot für Dezember notierte 5,60 US-$/t schwächer.
 
Die Aussichten für die US-Sojabohnenernte bewegen sich unverändert auf Rekordkurs. FC Stone erwartet sogar eine Bohnenernte von mehr als 105 Mio. t. Das Hamburger Analystenhaus rechnet aufgrund der stark ansteigenden Sojabohnen-Bestände in den USA und Südamerika mit weiterem Preisdruck auf die Notierungen. Die Analysten von AG Rural erwarten für Brasilien zur kommenden Ernte eine Anbauausweitung von 4,9 Prozent.
 
Raps: Der Druck auf die Rapspreisen verstärkte sich mit schwachen Vorgaben vom Sojakomplex. Die Kurse  gaben im Sitzungsverlauf mehr als 4 €/t nach. Bei Börsenschluss stand ein Minus von 2,25 €/t am November.
 
In Winnipeg profitierten die Canola-Notierungen von dem vorangegangenen festen ‚Bohnen-Tag‘ und zogen an. Ein schwächerer kanadische Dollarkurs und zurückhaltende Verkaufsbereitschaft der Farmer brachten zusätzliche Stützung.
.


Rohöl: Auf den festen Vortag folgte eine Gegenreaktion mit rückläufigen Notierungen. Brent Crudöl gab 0,80 US-$/Barrel nach, WTI sogar noch etwas mehr. Die Hedgefonds spekulierten auf sinkende Rohölnachfrage in den USA. Allerdings sind die niedrigen Rohölbestände am US-Andienungsort Cushing für kurzfristige Kursgewinne gut. Im Nordirak sollen die Kurden zudem wieder die beiden Ölfelder von den IS-Brigaden zurückerobert haben. Die Rohölexporte aus dem kurdischen Teil des Iraks laufen Agenturberichten zufolge zudem regelmäßig. (St)
stats