Märkte am Morgen: Getreide

Ernteprobleme fangen Kurse auf

Weizen: Anhaltende Regenfälle mildern die schwache Stimmung an der Matif etwas ab. Der Novemberweizen schließt unverändert,  die weiteren Termine mit einem leicht schwächeren Unterton. Erst zu Beginn der kommenden Woche deuten sich in weiten Teilen Europas eine Wetterbesserung und eine mögliche Wiederaufnahme der Weizenernte in den frühen Gebieten an. Befürchtungen über Qualitätsprobleme könnten die Weizennotierungen an der Matif etwas stabilisieren, falls aus Übersee weitere negative Signale ausbleiben sollten. Im neuen Wirtschaftsjahr hat die EU-Kommission bisher Exportlizenzen 350.000 t Weichweizen erteilt. 78.000 t davon wurden in Deutschland gezogen.
 
In Chicago setzte Weizen seine  Abwärtsbewegung fort. Die US-Weizenernte kommt gut voran und die Qualitäten im nördlichen Weizengürtel sind besser, als zuletzt erwartet wurde. Die wöchentlichen US-Exportzahlen bezifferte das USDA auf 338.100 t.
 
Das brasilianische Landwirtschaftsministerium schätzt die diesjährige Weizenernte in Brasilien auf 7,4 Mio. t. Das Ergebnis übertrifft dem Vorjahreswert von 5,5 Mio. t deutlich. Ägypten hat nach eigenen Aussagen Weizenbestände für die kommenden sechs Monate in den staatlichen Silos.
 
Mais: Der Abwärtstrend setzte sich fort. Analysten sehen noch kein Ende der Talfahrt und werfen die Frage auf, wie weit die Chicagoer Maisnotierungen noch unter 4 US-$/Bushel fallen könnten. Der heutige USDA-Report könnte nach Einschätzungen des Marktes ein Anstieg der US-Endbestände aus der laufenden Kampagne auf 31,3 Mio. t Mais ausweisen.
 
In Paris notierte der August nach technischen Gewinnen ein leichtes Plus, die übrigen Termine schlossen mehr oder weniger neutral. Im neuen Wirtschaftsjahr wurden bisher zu einer 257.000 t Importlizenzen für Mais gezogen. (St) 
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