Märkte am Mittag

Erste Anfragen für Raps zur neuen Ernte

Von Mühlenseite gehen im westdeutschen Raum keine Impulse für Weizenkäufe aus. Auch die Termingeschäfte ruhen derzeit, zumal sich trotz des Auf und Ab der Börse eine etwas schwächere Tendenz für Weizen einzustellen scheint. Viele Marktbeteiligten gehen jedenfalls davon aus, dass die Weizenpreise eher Luft nach unten als nach oben haben. Die nominellen Kurse für Weizen haben sich mit 174 bis 175 €/t franko westdeutsche Mühle für den Oktober/Dezember kaum bewegt.
 
Auch das Futterweizengeschäft verläuft in ruhigen Bahnen. Die Mischfutterindustrie hält sich aufgrund der bevorstehenden Maisernte mit Terminkäufen zurück und fragt allenfalls kleinere vordere Partien nach. Dabei findet Gerste kurzfristig etwas mehr Beachtung als Weizen. Die Gerstenpreise franko Südoldenburg liegen für September bei 160 €/t. Der Oktober/Dezember wird 2 €/t teurer angeboten, findet aber keine Käufer. Bei Weizen sollen einzelne Druckpartien am Vortag unter 165 €/t für September gehandelt worden sein. Für den Oktober/ Dezember werden Kurse von 168 €/t und leicht schwächere Kurse als am Vortag genannt.  
 
Am Terminmarkt testet der Novemberweizen erneut die Widerstandslinie 170 €/t. Am Vortag fielen die Kurse kurzzeitig zeitweise darunter. Bis zum späten Nachmittag konnten sich die Matifnotierungen noch oberhalb dieses Schwellenwerts halten.
 
Bei Raps notierte die Matif am späten Mittag bei äußerst ruhigem Börsenhandel ein leichtes Plus. Auch an den Kassamärkten tut sich derzeit wenig. Vereinzelt kommen kleinere Rapspartien im vorderen Bereich an den Markt. Für die neue Ernte gibt es im Zuge der Rapsaussaat erste Anfragen aus der Landwirtschaft nach Preisen. Auf die westdeutschen Mühlen nennt der Handel ex Ernte 2015 die gleichen Kassapreise wie Matif- August, der nach Mittag bei 328,50 €/t notierte. Im ostdeutschen und mitteldeutschen Raum werden Minusprämien von 5,00 bis 6,00 €/t auf den Matif-August 2015 herausgehalten. (St) 
stats