Märkte am Mittag

Erster Körnermais im Norden

Markttendenz
EU-Importe tragen dazu bei den Weizenbedarf der Futtermühlen zu decken. Die Aufmerksamkeit gilt nun der Maisernte.
In Niedersachsen ist am Wochenende der erste Körnermais geerntet worden. Für trockene Ware halten die Futtermühlen in Südoldenburg bei Mischfutterabnahme Preise von 165 von 170 €/t heraus. Durch das trockene und sehr warme Wetter im September sind die Pflanzen zügig abgereift und die Ernte hat sehr viel früher begonnen als in den vergangenen Jahren. Bisher sind nur einzelne Schläge probeweise gedroschen worden, sodass Aussagen zu den Erträgen noch nicht möglich sind.

Das Geschäft mit Futterweizen ist nach recht guten Umsätzen in der vergangenen Woche heute noch nicht wieder in Gang gekommen. Die Verarbeiter haben sich inzwischen für das laufende Jahr gut eingedeckt. In die nordwestdeutschen Futtersilos fließt Weizen aus dem Baltikum, der über Brake importiert wird. Das Geschäft mit Gerste, Roggen und Triticale bleibt dagegen klein. Vielen Abgebern ist die Preisdifferenz zum Futterweizen zu groß. Sie sehen ihr Getreide unterbewertet. Frachtfrei Südoldenburg wird für Futterweizen zur Lieferung im Oktober bis Dezember 164 bis 165 €/t bezahlt. Der Abstand zu Gerste und Roggen beträgt fast 20 €/t, Triticale wird kaum angeboten und wird mit 155 €/t bis 156 €/t bewertet.

An der Matif läuft Septemberweizen weiter knapp über der 160-Euro-Linie seitwärts. Am Mittag notiert der Frontmonat mit 161,00 €/t um 0,25 €/t unter dem Schlusskurs vom Freitag. Raps kann minimal auf 376,00 €/t zulegen. Mais verliert leicht auf 162,50 €/t. (SB)
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