Märkte am Morgen: Ölsaaten

Erträge in den USA überraschen

Sojakomplex: Die Notierungen für Sojabohnen gaben am Montag in Chicago um 5 bis 7 Cent nach. Der November schloss mit einem Minus von 5,5 Cent bei 9,67 US-$/bushel. Über Nacht drehte sich die Stimmung. Bis zum Morgen legten die Soja-Futures um drei bis vier Cent zu. Auch Sojaschrot verlor am Montag um 3,50 US-$ auf 311,50 US-$ und kann bis heute Morgen einen Teil der Verluste wettmachen. Offizielle Zahlen zu den Sojaexporten legt das USDA erst heute vor, weil in dem Ministerium gestern wegen des Columbus Days nicht gearbeitet wurde. Mit den Verkäufen vom Montag richten sich die Händler bereits auf den Wasde ein, der am Donnerstag veröffentlicht wird. Die bisherigen Ertragsmeldungen aus den Bundesstaaten sind positiv. Weil zudem mit einer leichten Anhebung der Erntefläche gerechnet wird, könnte die Sojabohnenernte in den USA noch etwas größer werden als erwartet, meinen Analysten.

Etwas positiver werden auch die Aussichten in Brasilien eingeschätzt. Eine Reuters-Umfrage ergab eine durchschnittliche Erwartung von 109,4 Mio. t, das wären 2,4 Mio. t mehr als das USDA im September vorhersagte. In Brasilien halten die Verzögerungen bei der Sojabohnenaussaat an. Die aktuell niedrigen Preise sorgen auch für eine schleppende Vermarktung. Erst 14 Prozent der neuen Ernte wurden verkauft, das liegt deutlich unter dem Durchschnitt von 26 Prozent. Aus der alten Ernte müssen die brasilianischen Farmer noch 20 Mio. t vermarkten.

Raps: Die schwachen Vorgaben aus Chicago zogen am Montag auch den Raps ins Minus. Der November fiel um drei Euro auf 366,25 €/t. Canola wurde am Montag nicht gehandelt. In Winnipeg war die Börse wegen des Thanksgiving-Feiertages geschlossen.

Palmöl: Palmöl notierte am Montag nahezu unverändert. Der Oktober verlor 2 Ringgit auf 2739 MYR/t. Der Dienstag startete mit einem Minus von 28 Ringgit tiefrot. Gedrückt wird die Stimmung durch starke indonesische Palmölexporte. Das Land exportierte im August knapp 3 Mio. t Palmöl, das waren 24 Prozent mehr als im Juli und 44 Prozent mehr als im August 2016.

Rohöl: Dach den jüngsten Verlusten konnten sich die Ölpreise am Montag wieder fangen. Das Fass Brent verteuerte sich um 17 Cent auf 55,79 US-$. WTI legte um 29 Cent auf 49,59 US-$/barrel zu.

Euro/US-Dollar: Der Euro konnte sich gestern etwas erholen und steht auch heute Morgen bei 1,1772 US-$ im grünen Bereich. (SB)
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