Die Getreide- und Rapsernte hat in der zweiten Juli-Hälfte trotz Regen große Fortschritte gemacht. Nun sind die Landwirte intensiv mit der Ernte von Winterraps, Roggen und Winterweizen beschäftigt. Dies geht aus dem zweiten Erntebericht des DBV hervor. 

Seit der vergangenen Woche erschweren die immer wieder einsetzenden Regenschauer jedoch den Fortgang des Getreide- und Rapsdrusches. Denn durch die Niederschläge sind die Feuchtigkeitsgehalte der Getreidekörner zu hoch. Nur durch eine kostenintensive Trocknung des Getreides können die Feuchtigkeitsgehalte so weit reduziert werden, dass die Lagerung des Getreides ohne Qualitätsverluste möglich wird. Umwetter haben dazu geführt, dass Getreideähren abgeknickt und „ins Lager“ gegangen sind. Nördlich der Elbe hingegen ist die Ernte bei stabilem Sommerwetter schon weit vorangeschritten.

Die Ernte der Wintergerste ist praktisch abgeschlossen. Lediglich in Baden, Hessen und in Westfalen sind noch letzte Bestände zu ernten. Die Erträge sind hoch, schwanken aber regional sehr stark. Im Bundesdurchschnitt rechnet der DBV mit einem Ertrag von 7,3 t/ha. Bei einer Anbaufläche von 1,24 Mio. ha ist eine bundesweite Gerstenernte von rund 9 Mio. t zu erwarten.

Winterroggen wird vor allem in den Bundesländern Brandenburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt angebaut. Die bisherigen Ernteergebnisse zeigen jedoch, dass die guten Hektarerträge des Vorjahres in Höhe von knapp 6 t erneut erreicht werden.

Bei Winterweizen geraten die Erntearbeiten ins Stocken. Die Erträge schwanken regional sehr stark. So wurden in Nordrhein-Westfalen und in Rheinland-Pfalz nur durchschnittliche Erträge geerntet, während die Betriebe in Bayern und Ostdeutschland regional sogar auf überdurchschnittliche Ergebnisse hoffen dürfen.

Schon mehr als zwei Drittel der diesjährigen Rapsanbaufläche in Höhe von 1,4 Mio. ha sind geerntet. Die bisherigen Erträge lagen im Bundesdurchschnitt bei 4 t/ha. Eine Erntemenge von 5,8 Mio. t hält der DBV für wahrscheinlich.

Eine Bilanz der Ernte 2014 will der DBV am 19. August 2014 vorlegen. (da)
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