Für die Vermarktung von Frühkartoffeln aus den deutschen Anbaugebieten sind die Perspektiven in diesem Jahr gut, so die Prognose von Valentin Beckmann. Der Vertriebsleiter Kartoffeln und Zwiebeln der Maurer Parat GmbH sieht vor allem die Erzeugergemeinschaften in der Pflicht, einen Wettbewerb um die niedrigsten Preise zu vermeiden.

Denn weder alterntige Ware noch eine reiches Angebot aus dem Mittelmeerraum belasten in diesem Jahr den Markt, wenn die deutschen Frühkartoffelgebiete beginnen, den Lebensmitteleinzelhandel (LEH) zu beliefern. Rund ums Mittelmeer wurden aufgrund der niedrigen Preise in Europa weniger Frühkartoffeln angebaut. Zudem zog die russische Nachfrage Frühkartoffeln aus Israel und Ägypten ab. Außerdem prägten Nässe und Kälte in Zypern, Spanien und Portugal die dortige Wachstumsphase.

Insgesamt wurde in allen deutschen Anbaugebieten der Frühkartoffelanbau geringfügig eingeschränkt. Zudem sind eher durchschnittliche Erträge zu erwarten. Die Sorte Berber weise geringe bis mittlere Knollenansätze auf, Annabelle zeigt einen normalen Knollenansatz. Dies gelte für die Pfalz ebenso wie Niedersachsen und Südbaden. Derzeit werde in allen diesen Regionen frische losschalige Ware für den Frischmarkt gerodet.

Schalenfeste Frühkartoffeln sollen aus der Pfalz Ende Juni an den LEH geliefert werden. Dann werden nach Beckmanns Einschätzung sowohl die letzten, qualitativ guten alterntigen Kartoffeln aus Deutschland als auch die Importe aus Zypern und Italien den Markt geräumt haben. Bis Ende Juni dürften auch die Frühkartoffelpartien aus Ägypten, Israel und Spanien vermarktet sein. Lediglich innerhalb Deutschlands könnten im Wettbewerb zwischen de Anbaugebieten Druck auf die Preise entstehen, warnt er. (brs)
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