Märkte am Mittag

Es fehlt an Euphorie


Markttendenz
Es fehlen dem Weizenmarkt neue Nachrichten. Die genannten Erzeugerpreise erscheinen wohl auch weiterhin den Landwirten nur wenig attrakiv. Auch die Aussichten für die kommende Ernte sorgen nicht für Euphorie. Dafür sorgen auch die reichlichen Mengen aus der alten Ernte.
Über die kommende Ernte wird zwar verhandelt, jedoch kommt es kaum zu Abschlüssen. Die Mühlen und Mischfutterwerke sind nur verhalten am Markt. Sie verweisen nach wie vor auf eine relativ gute Bevorratung. Außerdem spekulieren die Verarbeiter noch immer auf weiter leicht sinkende Preise. In aller Regel wird aktuell lediglich der laufende Bedarf gedeckt.

Die Stimmung in der Landwirtschaft schwankt zwischen Nervosität und Lethargie. Die Anlieferung aus der Erzeugerstufe ist sehr uneinheitlich, insgesamt aber ruhig. Es werden wohl größere Mengen mit in das kommen Getreidewirtschaftsjahr übernommen, denn die unverkauften Bestände werden als vergleichsweise hoch eingeschätzt. Von Versorgungsengpässen kann freilich keine Rede sein. Das heimische Angebot wird weiterhin durch Offerten aus Tschechien und Frankreich "bereichert".

Die Preisdifferenz zwischen A-und B-Weizen ist oftmals noch enger geworden. Elite-Weizen ist in der Gunst der Käufer meist vernachlässigt. Die vereinzelten Gebote lassen kaum nennenswerte Prämien erkennen. Der aktuelle Euro-Kurs müsste zwar den Drittlandexport beflügeln, doch ist davon nur wenig zu spüren. Auch hier sind Frankreich, Polen, Russland und die Ukraine wettbewerbsfähiger, heißt es an den Exporthäfen. Futterweizen hat in den klassischen Veredelungsregionen lediglich in der vorderen Position überschaubare Umsätze zu verzeichnen. Es werden aber kaum größerem Weizenpartien ohne Fallzahlangaben offeriert.

Für die kommende Ernte gibt es wenig Engagements. Auch hier überwiegt bei den Käufer eine abwartende Haltung, zumal der Saatenstand als überwigend gut bezeichnet wird. (HH)

 
 
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