Märkte am Morgen: Getreide

Etwas stabilere Signale aus Chicago

Weizen: Die gedrückte Tendenz an den europäischen Weizenmärkten hielt an. Die Matif gab  für die beiden vorderen Termine erneut 1,75 €/t nach. Der November fällt auf 177 €/t ab. Derzeit lässt sich noch keine freundlichere Stimmung am Terminmarkt ausmachen. Es sieht so aus, als würden die Kurse erst nach der Ernte stabilisieren, oder falls es Probleme mit der europäischen Weizenernte aufgrund der unsicheren Wetterlage geben sollte. An den Kassamärkten werden die Verluste am Terminmarkt nur teilweise ausgeglichen.
 
In Chicago bewegen sich die Weizenkurse an der elektronische Börse heute Morgen mit grünen Vorzeichen. Der Vortrag endete neutral mit bis gut behauptet. Ob die US-Weizenkurse allerdings schon ein Bodensatz gefunden haben, ist fraglich. Shortabdeckungen und etwas cif-Geschäft dürften zuletzt etwas gestützt haben.  In Kansas ist die Winterweizen-Ernte zu 90 Prozent abgeschlossen. Die Erträge liegen im Schnitt bei 1,9 t/ha und die Ernte bringt mit 6,4 Mio. t das schlechteste Ergebnis seit 25 Jahren.
 
Mais: Auf dem Chicagoer Parkett haben die Bären weiterhin das Sagen. Die Kurse gaben erneut nach. Die US-Maisbestände befinden sich der Blütephase. Gemäßigte Temperaturen und gelegentliche Regenfälle bieten optimale Bedingungen für eine sehr große Ernte. Entgegen der vorangegangenen USDA-Schätzung könnte sie ein neues Rekordniveau erreichen, vermuten Analysten.
 
An der Matif setzte Mais seine stetige Talfahrt fort. Der August konnte sich zwar behaupten, doch die Termine der neuen Ernte gaben bis 1,75 €/t nach. (St) 
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