Märkte am Morgen: Getreide

Etwas stabilere Tendenzen für Weizen

Weizen: Die europäischen Terminmärkte zeigen leichte Anzeichen einer Stabilisierung. Der November-Weizen kann sich an der Matif nach einem leichten Plus gut behaupten, die weiteren Termine schlossen neutral. Die große europäische Weizenernte könnte aber noch für Druck sorgen. Coceral erwartet eine europäische Weichweizenernte von knapp 142 Mio. t und 2,5 Mio. t mehr als Strategie Grains. In Frankreich ist im Südwesten des Landes erster Weizen geerntet worden. Die Proteingehalte liegen nach den ersten Auswertungen mit 11,6 bis 11,7 Prozent höher als im Vorjahr.
 
In Chicago drehten die Weizennotierungen nach freundlichem Start in den roten Bereich. Auch heute Morgen notiert die elektronische Börse den Weizen schwächer. Die US-Weizenernte ist mit 33 Prozent etwas weiter als erwartet vorangekommen. Aus Kansas werden zum Teil sehr niedrige Erträge von 0,6 bis 3 t/ha gemeldet.
 
Die Stimmung in Chicago litt am Vortag möglicherweise auch unter dem jüngsten Weizenkauf Ägyptens, bei dem die USA leer ausgingen. Rumänien steuert zu dem Ägypten-Tender von 180.000 t Zweidrittel bei, 60.000 t kommen aus Russland. Der Preis für den  rumänischen Weizen soll bei 252,28 und 242,50 US-$/t fob gelegen haben. Saudi-Arabien hat einen Weizenkauf über 780.000 t abgeschlossen. Agenturberichten zufolge soll es sich im wesentlichen um Hartweizen handeln.
 
Mais: Die Chicagoer Maisnotierungen beenden ihre kurze Rally wieder mit roten Zahlen. Trotz der zu nassen Witterung in weiten Teilen des mittleren Westens scheint sich die Einschätzung durchzusetzen, dass die US-Maisernte weiterhin auf ein Rekordniveau zusteuert. Die wöchentliche Bonitierung der Maisbestände wurde nachbörslich um 2 Prozent in den Kategorien gut bis exzellent nach unten korrigiert, doch es sehen immer noch 74 Prozent der US-Maisbestände ausgezeichnet aus.
 
In Paris gaben die Maisnotierungen etwas nach. Der August verlor 0,50 €/t und schloss mit 175,50 €/t. (St)
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