Märkte am Mittag

Eurokurs belastet Export


Niedrige Margen
Die Margen der Ölmühlen sind niedrig. Zurückhaltung bleibt daher vorherrschend. Angebote für alt- sowie für neuerntigen Raps sind praktisch nicht am Markt.
Am heutigen Mittwoch zeigen sich die Kurse für Weizen an den Terminmärkten von einer leicht festeren Seite. An der Matif notiert Weizen für den September-Termin bei 169,75 €/t mit einem Plus von 0,50 €/t. Die Prämien für Weizen in Hamburg liegen 5,00 bis 6,00 €/t über dem Mai-Kontrakt in Paris. Das heißt im Moment etwa 174 €/t franko für den B-Weizen für die Lieferung im Mai 2017. Der feste Euro belastet aktuell den EU-Export. Weizenexporte aus der EU bleiben mit 19,6 Mio. t weiterhin deutlich unter dem Vorjahr (minus 20 Prozent). Die Gerstenexporte sind bis dato mit 4,2 Mio. t sogar um über 50 Prozent rückläufig.

Die Kaufideen für den B-Weizen franko Hamburg liegen für den Mai um 174 €/t. Ostdeutschlands Landwirte erhalten 159 €/t ab Hof für die Restpartien und 155 €/t für die Lieferung ex Ernte 2017 ab Hof Basis September 2017. Franko Südoldenburg sind für Futterweizen im Mai nach wie vor feste Preise um 180 €/t zu hören.

In Deutschland ist kaum noch Weizen in der Landwirtschaft oder beim Handel zu bekommen. Das liegt vor allem an den knappen Restbeständen. Wer jetzt noch Ware hat, spekuliert auf Engpässe kurz vor dem Erntebeginn 2017.

Raps geht eigene Wege

Die Rapskurse an der Matif versuchen eigene Wege zu gehen. Der Erntemonat August verbessert sich um 0,25 auf 372,25 €/t. In Chicago geben die Sojanotierungen nach. Nur kurz währte der Auftrieb aufgrund der Befürchtungen um eine US-Importsteuer auf Pflanzenöle. Analysten reduzieren die Erwartungen an eine hohe Rapsernte in Europa. Fröste im April und eine knappe Bodenfeuchte lassen zumindest keine Rekorderträge erwarten. Das EU-Rapsaufkommen wird bei 21,3 Mio. t gesehen.

Der Kassamarkt für Rapssaaten ist ruhig. Zwar besteht immer wieder Bedarf für prompte Lieferungen, größere Mengen werden allerdings nicht bewegt. Die Kassamarktpreise geben leicht nach. Die seitwärts gerichtete Preisrichtung am Rapsmarkt hat weiter Bestand. Das Preisniveau der neuen Ernte 2017 ist bei der Rapssaat bereits seit Wochen unter Druck. Gute Feldbedingungen in Nordeuropa führen zu verhaltenen Preisaussichten. (Ps)
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