MARS-Prognose

Europas Ackerbauern fehlt Regen

Die blühenden Rapsfelder sehen nicht nur schön aus, sie nähren auch die Hoffnung auf gute Erträge.
-- , Foto: Uschi Dreiucker/pixelio
Die blühenden Rapsfelder sehen nicht nur schön aus, sie nähren auch die Hoffnung auf gute Erträge.

In Deutschland nennen die Fachleute in Brüssel als Ertragserwartungen zur Ernte 2015 für Weizen jetzt 8,1 t/ha, für Wintergerste 7,0 t/ha und für Raps 4,3 t/ha. Diese Werte übertreffen das fünfjährige Mittel. Im Vergleich zum Vorjahr fallen sie jedoch je nach Kultur um 3 bis 7 Prozent niedriger aus. Vor einem Monat hat MARS allerdings noch ein wesentlich größeres Minus von 12 bis 14 Prozent ausgewiesen.

Die MARS-Fachleute weisen jedoch einschränkend auf fehlende Niederschläge in Deutschland hin. Nachdem es bereits im März wenig geregnet hatte, sind Anfang April zwar einige Reserven aufgefüllt worden. Dann war es aber über fast drei Wochen trocken.

In den Nachbarländern ist die Einschätzung ebenfalls optimistisch mit leichten Einschränkungen. Einen „exzellenten Start in die Saison“ konstatiert MARS den Ackerbauern in Frankreich. Im Nordwesten des Landes ist aber viel zu trocken. Dort registrieren die Meteorologen Niederschläge von weniger als der Hälfte der üblichen Mengen. Ein ähnlich ausgeprägtes Defizit ist im Süden Englands sowie in Ungarn zu beobachten. Abgeschwächt gilt die Aussage auch für weite Teile Polens, wo vor allem die im Frühjahr gesäten Kulturen jetzt Regen benötigen würden.

Ungewöhnlich reichlich sind die bisherigen April-Niederschläge dagegen auf dem Balkan, in der Ukraine und im Süden Russlands. MARS berichtet von teilweise günstigem Einfluss auf die Wintersaaten, aber Verzögerungen bei der Frühjahrsbestellung. (db)
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