Märkte am Mittag

Export bleibt Gesprächsthema

Nach einem freundlichen Start rutscht der Weizen an der Matif bis zum Mittag mit 180,75 €/t leicht ins Minus. Beherrschendes Thema bleiben die Aussichten für europäische Weizenexporte. Händler in Hamburg halten EU-Exporte von 24 bis 25 Mio. t für realistisch, das wären knapp 10 Mio. t weniger als das US-Agrarministerium erwartet. Deutschland könnte noch 4 bis 5 Mio. t in Drittstatten absetzen, vorausgesetzt das Exportgeschäft startet im Februar. Sollte sich eine Belebung der Ausfuhren noch länger hinziehen, sei diese Menge kaum zu realisieren, auch weil Liegegeld zusätzliche Kosten verursacht, heißt es. 

Der Kassamarkt bewegt sich eher seitwärts, nachdem zuletzt etwas höhere Preise durchgesetzt werden konnten. Im Nordwesten gibt es vorne für 182 €/t ein kleines Streckengeschäft mit Futterweizen für Lieferungen im November und Dezember. Roggen, Triticale und Gerste sind dagegen kein Thema. Auch das kommende Jahr bleibt nahezu umsatzlos.

Wegen der niedrigen Preise für Milch und Schweine sorgt sich die Mischfutterindustrie um den Absatz. Schweinemäster und Milcherzeuger können derzeit nur mit Verlusten produzieren. Mastbetriebe könnten deshalb ihre Produktion einschränken und die Ställe für einige Zeit leer stehen lassen, fürchten die Mischfutterhersteller.

Januar-Mais steht an der Matif im Mittagshandel mit 167,50 unverändert, spätere Termine notieren uneinheitlich. Raps gibt um 1 €/t auf 374,75 nach. (SB)
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