Märkte am Mittag

Export stabilisiert Weizenpreise

Die insgesamt sehr reichlichen Exportmengen aus der EU stützen den gesamten Weizenmarkt auch in Süddeutschland nachhaltig. Zum Wochenbeginn gibt es nur relativ wenig Anfragen von Seiten der Mühlenindustrie nach Weizen. Bei den gelegentlichen Verhandlungen zwischen dem Handel und den Verarbeitern gibt es gelegentlich Differenzen bei den Geld- und Briefkursen. Für A-Weizen mit 13 Prozent Protein und mindestens 240 Fallzahl werden frachtfrei südbayerischer Empfangsstation zwischen 187 bis 190 €/t genannt. Frei Großraum Würzburg sind 181 bis 185 €/t im Gespräch. Für B-Weizen mit 220 Fallzahl werden im Süden prompt 173 bis 175 €/ t bezahlt. Für Lieferung April/Juni liegen die Forderungen um 177 bis 178 €/t. Im Großraum Würzburg liegen die Notierungen für sofortige Lieferung bei 169 bis 173 €/t. Am Futtergetreidemarkt fehlen neue Nachrichten. Die Mischfutterwerke signalisieren eine ausreichende Versorgung für die nächste Zeit. Es werden deshalb nur einzelne Weizenpartien geordert, wenn der Preis passt. Die überwiegend positive Entwicklung der Saatenstände in den wichtigen Anbauländern der EU führen hinsichtlich der kommenden Ernte bei Handel und Verarbeitern zu einer durchaus entspannten Stimmung. Aktuell wird allerdings noch mehr über die neue Ware gesprochen als tatsächlich gehandelt. Auch die Landwirte zeigen sich eher zögerlich wenn es darum geht, Kontrakte abzuschließen. (HH)
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