Märkte am Mittag

Export startet später im Jahr

Peter Carsten Ehlers ist im Vorstand der Getreide AG
-- , Foto: da
Peter Carsten Ehlers ist im Vorstand der Getreide AG

Der schlagkräftige Umschlag an den Hochseehäfen ist ein Aushängeschild der Getreide AG. An dem Exportgeschäft von Weizen und Gerste des laufenden Wirtschaftsjahres 2013/14 konnte das Unternehmen mit eigenen Terminals in Rostock und Hamburg partizipieren.

Immer noch werden Schiffe verladen, berichtet Peter Carsten Ehlers heute während des Seminars der agrarzeitung (az) vor Ort bei der Tochtergesellschaft der Getreide AG, der Nordkorn Saaten GmbH in Güstrow. Die Chancen für eine Fortsetzung der hohen Exportmengen von deutschem Getreide sieht das Vorstandsmitglied der Getreide AG etwas verhalten. Für Ehlers dürfte es im 4. Quartal mit dem Export von Weizen und Gerste aus Deutschland richtig losgehen.

Nach seinen Ausführungen seien internationale Handelshäuser derzeit dabei, sich Mengen aus Osteuropa vornehmlich der Ukraine zu sichern. Die politische Unsicherheit in diesem Land führe dazu, dass sich Exporteure frühzeitig Ware sichern und schnell versuchen werden, dass Schiffe mit neuer Ernte die Schwarzmeerhäfen verlassen.

„Es gibt weniger Nachfrage für schnelle Ware als im vergangenen Sommer 2013.“ Für die neue Ernte rät Ehlers während des az-Seminars in Güstrow den anwesenden Landwirten, ihre Verkaufsmengen zu splittern und mit Kontrakten abzusichern. Auch für Raps und Braugerste bietet die Getreide AG verschiedene Vertragsabschlüsse den Landwirten an.

Denn auch die Verarbeiter in der Region müssen kontinuierlich mit Getreide beliefert werden. Diese sind ebenfalls an neuerntiger Ware interessiert. Am Kassamarkt in Hamburg werden für die neue Ernte heute für Weizen 203,00 €/t aufgerufen und damit leicht höher als in der Vorwoche. An der Warenterminbörse Matif vollführen die Weizen-Kurse eine Wende und der Novemberkontrakt legt um 2,75 €/t zu. Damit ist exakt die Marke von 200 €/t wieder erreicht.

Raps in Mecklenburg-Vorpommern beginnt in diesem Jahr außerordentlich früh mit der Abreife. Die Bestände stehen prächtig und die Landwirte hoffen, eine hohe Ernte einzufahren. Ein großer Abnehmer ist die Getreide AG, die mit der Ölmühle Power Oil rund 1 Mio. t im Jahr verarbeitet. Der Rapstermin an der Matif geht mit 358,00 €/t und damit ebenfalls mit schwarzem Vorzeichen in die Mittagspause. (da)

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