Märkte am Morgen: Getreide

Export und Dollarkurs stützen

Weizen: Höhere Weizenkurse in Übersee, ein etwas festerer US-Dollarkurs und lebhafte Exportverladungen ließen die Weizennotierungen an der Matif wieder ansteigen. Der Dezember legte 1,00 €/t auf 169,50 €/t zu. Der Eurokurs verliert heute Morgen erneut etwas gegen Dollar und notiert unter 1,13 US-Dollar. Dies könnte die heutigen  Weizenpreise stützen. Am Hamburger Markt wurden die Kassapreise zurückgenommen. Die Kaufideen für Weizen Basis 12 Prozent Protein lagen 9,50 €/t unter Matif-Dezember, die Verkäufer offerieren mit einem Abschlag von 8,50 €/t.
 
In Frankreich finden umfangreiche Weizenverladungen für Algerien und Marokko, aber auch nach Thailand, Mexiko und Südkorea statt. Das Angebot am französischen Markt ist nicht drängend, denn die Landwirte halten Weizen zurück. In Polen zeichnen sich für Ende Juni und Juli größere Weizenverladungen nach Saudi-Arabien ab. Agenturberichten zufolge erwarten Händler, dass drei Schiffsladungen des Weizentenders Saudi-Arabiens in Polen verladen werden. Die Preise für Weizen mit 12,5 Prozent Protein in Polen lagen frei Seehäfen bei umgerechnet 156 €/t.
 
In Chicago ließen Käufe der Fonds und nasses Wetter in den US-Plains die Weizennotierungen wieder ansteigen. Der Juli-Kontrakt zog 7 US-$/bushel auf 4,82 US-$/t an.
 
Russischer Weizen preist sich zurzeit aus dem internationalen Geschäft aus. Ein festerer Rubel ließ die Preise für Weizen mit 12,5 Prozent Protein in den Schwarzmeerhäfen auf 193,50 US-$/t ansteigen. Die Aussichten für die russische Weizenernte sind gut, die Beratungsorganisationen Ikar erwartet eine Ernte von 62,5 Mio. t.
 
Mais: Die Kurse in Chicago legten etwas zu, der Juli notierte bei 3,97 US-$/bushel. Anziehende Rohölpreise und gedrückte Aussichten für die zweite brasilianische Maisernte stützen.
 
In Brasilien startet die Safrinha-Ernte in der kommenden Woche. Die größten Ertragsverluste werden in den wichtigsten Anbaugebieten Mato Grosso und Goias erwartet. Die brasilianischen Farmer müssen aufgrund schwacher Ertragserwartungen  bereits erste Lieferkontrakte stornieren.
 
An der Matif schloss Mais neutral mit kleineren technische Verlusten von 0,75 €/t für den Frontmonat. Der Juni notierte bei vergleichsweise lebhaften Handel knapp unter 168 €/t.
(St)
stats