Ukraine

Exportdeckel trifft auf Gelassenheit


Der ukrainische Getreidehandel und die Regierung in Kiew haben sich darauf verständigt, den Export bis zum Ende der laufenden Saison 2014/15 am 30. Juni zu beschränken. Betroffen sind vor allem Mühlenqualitäten. Im ersten Jahresquartal sollen nur noch 900.000 t Mahlweizen verschifft werden, im zweiten Jahresquartal dürfen maximal 300.000 t hinzukommen. Die Ausfuhren von Futterweizen von Januar bis zum 30. Juni werden vorerst auf 3,4 Mio. t begrenzt. Mit diesem Schritt soll die Versorgung von Getreide im Inland gesichert und ein weiterer Anstieg der Nahrungsmittelpreise verhindert werden.

Teilnehmer am deutschen Getreidemarkt nehmen die Nachricht gelassen auf. Es sei bekannt gewesen, dass Handel und Regierung in der Ukraine eine entsprechende Übereinkunft schließen würden, hieß es dazu gegenüber agrarzeitung.de. Die Märkte hätten dies also bereits eingepreist.

Das US-Agrarministerium schätzt den Weizenexport der Ukraine im Wirtschaftsjahr 2014/15 auf 11 (Vorjahr: 9,8) Mio. t. Die Produktion sehen die Experten bei 24,5 (22,3) Mio. t und den Verbrauch im Inland beziffern sie mit 12 (11,5) Mio. t. (pio)
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