Russland

Exporte knicken ein

Die geplanten russischen Getreideexporte sollen nun etwas niedriger ausfallen, nachdem noch vor Kurzem die Eisenbahngesellschaft Rusagrotrans gemeldet hatte, die Ausfuhren würden wieder zunehmen. Nun sollen es im September nur 3,2 Mio. t werden, erklärte ein Rusagrotrans-Analyst gegenüber AKP-Inform. Er weist auch darauf hin, dass der Abschluss neuer Verträge im Hinblick auf die wachsende Unsicherheit über die Währungsentwicklung von US-$ und Rubel unvorhersehbare finanzielle Risiken für russische Exporteure birge. Befeuert von der Talfahrt des Ölpreises ist der Wechselkurs des russischen Rubel zum Euro und US-$ im August auf seinen Jahrestiefstand gefallen.

Eine kleine Erleichterung bringt allerdings die Flexibilisierung der Exportsteuer. Diese ist mittlerweile durch eine an den Rubelkurs gebundene variable Exportabgabe ersetzt worden.

Nichts deute jedoch darauf hin, dass Russland die Exporte stoppen werde. Mittlerweile seien Marktteilnehmer solche Währungsschocks gewöhnt, wird der Experte zitiert. Gerne würden die Betriebe das Getreide noch zurückhalten und nicht so günstig verkaufen. Doch sind sie auf das Geld angewiesen, um ihre Kredite zurückzuzahlen und die Herbstaussaat vorzubereiten. (da)
stats