Märkte am Morgen: Getreide

Exporte stützen US-Maiskurse


Weizen: Positive Vorgaben von den US-Börsen bescheren den Weizenkursen an der Matif eine kleine Erholungsphase. Die europäischen Weizenexporte laufen weiterhin äußerst zügig. In dieser Woche hat die Kommission neue Exportlizenzen für Weichweizen von 596.000 t vergeben. Damit haben sich die gesamten Exportlizenzen für Weichweizen in dieser Kampagne auf knapp 23,3 Mio. t summiert.
 
In Chicago zogen die Weizenkurse nach einer Serie schwacher Vortage ebenfalls wieder etwas an. Ursächlich hierfür war der wöchentliche Trockenheits-Monitor. Danach sind in Kansas, dem Kernanbaugebiet des Hard-Red-Winterweizens, 65 Prozent der Flächen von Trockenheit betroffen. Im Vormonat waren es 43 Prozent. Der von der Trockenheit betroffene südliche Weizengürtel der USA hat keine flächendeckenden Niederschläge bekommen, doch zum Wochenende sind neue Schauer und Niederschläge angekündigt. Heute Morgen sind Vorzeichen beim Chicagoer Weizen bereits wieder rot. Die wöchentlichen US-Exportzahlen von knapp 650.000 t betreffen zum größten Teil die alte Ernte.
 
Mais: Umfangreiche Käufe der Fonds und florierende Maisexporte bringen die Chicagoer Maisnotierungen wieder im grünen Bereich. Die wöchentlichen US-Exportzahlen fielen in dieser Woche mit knapp 999.000 t erneut überraschend hoch aus. Die Zahl wäre noch höher ausgefallen, hätte China nicht einen Kauf von 221.400 t US-Mais storniert. Bisher hat China die Annahme von rund 1 Mio. t US-Mais wegen nicht zugelassenen gentechnischen Bestandteilen verweigert. Die hohen US-Exportzahlen der Vorwoche zeigen aber, dass die USA andere Absatzkanäle gefunden haben.
 
Die Anleger sind beim Chicagoer Mais nach der USDA-Anbauschätzung auf der Käuferseite. Allein in den vergangenen drei Tagen haben sie mit ihren Käufen für einen Anstieg der offenen Positionen um rund fast 46.000 Kontrakte gesorgt.
 
An der Matif zogen die Maiskurse für die alte Ernte 1 €/t an. Die wöchentlichen Lizenzziehungen für Importmais betrugen 391.000 und fielen erheblich niedriger als in der Vorwoche aus. Dennoch haben sich die Importlizenzen für Mais in der EU inzwischen auf 10,5 Mio. t aufaddiert.
 
In Brasilien geht das Beratungsbüro Agroconsult von einer Maisernte von 71,2 Mio. t aus. Der USDA-Attache in Brasilien hatte zuletzt 72 Mio. t geschätzt. (St)
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