Märkte am Mittag

Exporte stützen Weizenmarkt


Die Preise von 175 €/t ab Hof für Brotweizen in Ostholstein und 165 €/t ab Hof in Sachsen und Thüringen sind den Erzeugern ohnehin nicht hoch genug. Das Kursniveau an der Matif startet heute kurz vor dem Wochenende fest in den Tag: Die Kurse für die Rapssaat können sich für den Mai-Termin um 1,25 €/t auf 369 €/t verbessern. Die Notierungen für den Weizen tendieren ebenfalls fester mit 190,50 €/t für den Mai-Termin und Dezember 2015.

Die Landwirte sind mit den Feldarbeiten beschäftigt. Weder das Wetter noch der Zustand der Getreidebestände auf den Feldern bereiten derzeit Grund zur Sorge. Die Versorgungssituation aus der Schwarzmeerregion bleibt nach wie vor fraglich. So hat das russische Agrarministerium berichtet, dass die Weizenexporte mit der Exportsteuer zurückgehen. Durch den schwachen Rubel jedoch werden aber immer noch Mengen exportiert. Sehr viel Getreide muss noch bis zur neuen Ernte 2015 verladen werden. Das bietet wenig Raum für größere Neugeschäfte beim Getreide der Ernte 2014.

Für die Rapssaat gibt es keine Neuigkeiten. Kurse bleiben stabil und liegen jetzt um 365 €/t frei Ölmühle. Der Blick richtet sich auf den Sojasektor. Aus Brasilien wird von schnelleren Verladungen von Sojabohnen berichtet. Die beginnende Sojaernte in Argentinien wird von heftigen Regenfällen und Überschwemmungen unterbrochen. In den USA schauen die Landwirte bei der beginnenden Aussaat auf die Preise. Momentan rechnet sich der Anbau von Soja besser als die Erzeugung von Mais. Mit dem Thema Wetter gehen die Landwirte in Ostdeutschland gelassen um. Von größeren Auswinterungsschäden wird nach wie vor nicht ausgegangen. Aus der Ukraine und Russland kommen täglich Meldungen über Winterschädigungen. (Ps)
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