Vermarktungssaison 2017/18

Exporthandel mit neuem Schwung

Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) hat in seinem Mai-Report erstmals Angaben über die globalen Exportmöglichkeiten im neuen Wirtschaftsjahr 2017/18 gemacht. Demnach könnte die EU mit 31 Mio. t rund 4 Mio. t mehr exportieren als in der laufenden Vermarktungssaison. Vor allem Frankreich kann wegen der Missernte weniger als in den Vorjahren exportieren. Die EU-Weizenproduktion schätzen die US-Analysten in ihrem aktuellen Mai-Wasde-Report auf 151 Mio. t und damit ebenfalls höher ein.

Leicht zulegen beim Export von Weizen dürften  Russland mit 29 Mio. t und Argentinien mit 11 Mio. t. Abstriche muss die Ukraine mit 14,5 Mio. t (minus 19 Prozent) machen. Kasachstan bleibt mit 7 Mio. t auf Vorjahresniveau. Obwohl die US-Farmer vergleichsweise wenig Weizen ausgesät haben, sieht das USDA noch Exportchancen für 27 Mio. t. Damit würden die USA nur 1 Mio. t weniger exportieren als 2016/17.

Frankreich liefert nach Vietnam

Entgegen der Vorhersagen kann Frankreich auf niedrigem Niveau im laufenden Wirtschaftsjahr 2016/17 knapp 12 Mio. t Weizen exportieren. Das wären zwar 47 Prozent weniger als im Vorjahr. Allerdings gibt es eine aktuelle Revision bei den Drittlandsexporten um 200.000 t auf 5,2 Mio. t nach oben, teilt das Getreideamt France AgriMer mit. Die französischen Exporte konnten durch sorgfältige Vermischung von schwachen Partien angekurbelt werden. Zudem bedienten sich Händler aus höherwertigen Beständen früherer Ernten.

Darüber hinaus hat die Schwäche des Euro nachgeholfen und Frankreich konnte aufgrund der niedrigen Frachten Weizen in die USA und erstmals 57.000 t Weizen nach Vietnam liefern. Die gesamten französischen Weizenausfuhren in der Zeit von Juli bis März, auch innerhalb der EU, betrugen 7,2 Mio. t. Das entspricht einem Rückgang um 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr, berichtet France AgriMer. (da)
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