Der Milchmarkt sollte nicht unnötig schlecht geredet werden, so ein Vertreter eines großen Molkereiunternehmens am Montag gegenüber agrarzeitung.de. Trotz der unbestritten angespannten Lage lägen die Auszahlungspreise in Norddeutschland noch immer bei etwa 27 Cent pro kg Milch.

Derzeit befände sich der Exportmarkt in einer labilen Phase, führte der Molkereivertreter aus. Seit rund 9 Monaten habe sich insbesondere China als Nachfrager sehr zurückhaltend gezeigt. Als Begründung dafür gelten sehr hohe Lagerbestände an Milchprodukten. Nach Einschätzung von Marktexperten müssten diese Vorräte jedoch in Zwischenzeit zu großen Teilen abgebaut sein. Auch wetterbedingte Produktionsrückgänge in anderern Regionen der Welt seien in den kommenden Wochen und Monaten möglich. Es sei daher nicht auszuschließen, dass sich die Nachfrage auf den Exportmärkten plötzlich beleben und einen Preisauftrieb auslösen könnte. Exakte Prognosen dazu könnten jedoch nicht gegeben werden.

Sollte diese Nachfragesteigerung dagegen ausbleiben, seien auch Milchauszahlungspreise von 25 Cent/kg oder sogar darunter möglich. (jst)
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