Märkte am Mittag

Exportnachfrage leicht belebt

Markttendenz
Aus der Landwirtschaft wird etwas mehr Weizen angeboten. Den Futtermühlen erwächst mit dem Exportgeschäft Konkurrenz.
Zu Beginn der Woche berichtet der Agrarhandel in Niedersachsen von einer regen Nachfrage Hamburger Exporteure nach B-Weizen und einer etwas größeren Abgabebereitschaft in der Landwirtschaft. In Hamburg wird eine Prämie von bis zu 1 €/t auf den Mai-Kontrakt an der Matif bezahlt. Große Mengen können im östlichen Niedersachsen auf dieser Basis zwar nicht erfasst werden, das Geschäft kommt aber wieder langsam in Gang, freuen sich Händler.

Die Mischfutterindustrie im Westen Niedersachsens geht mit unveränderten Geldkursen in die neue Woche. Die Konkurrenz im Export macht sich bisher nur in einem kleineren Beschaffungsgebiet bemerkbar. Für ostdeutsche Händler und Landwirte sind Lieferungen nach Hamburg deutlich attraktiver als Geschäfte mit den Futtermühlen in Südoldenburg und Westfalen. Die gute Deckung und die Tatsache, dass einzelne Partien immer wieder angeboten werden, lassen in der Industrie aber noch keine Unruhe aufkommen.

Die neue Ernte wird kaum gehandelt. Die Futtermühlen haben für den Herbst weniger als 10 Prozent des Getreidebedarfs gedeckt. Die Landwirte in den niedersächsischen Ackerbauregionen sind mit Vorerntekontrakten deutlich zurückhaltender als in den Vorjahren. Die Bestände entwickeln sich nach wie vor gut. Das trockene und sonnige Wetter mit leichten Nachtfrösten nutzen die Landwirte für die Frühjahrsdüngung.

Dem Handel an der Matif fehlt zu Wochenbeginn der Schwung. Mai-Weizen notiert mittags unverändert bei 154,75 €/t. Auch die Notierungen für die späteren Termine bewegen sich nicht. Bei Raps folgt auf die Gewinne vom Freitag die Kurskorrektur. Der Mai-Future verliert 0,75 €/t auf 354,00 €/t. Mais steht mit 154,00 €/t für den Frontmonat Juni leicht im Plus. (SB)
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