Märkte am Morgen: Ölsaaten

Exportverladungen stützen Sojakurse


Sojakomplex: Äußerst ansehnliche wöchentliche US-Exportverladungen von 1,2 Mio. t Sojabohnen gaben den Futures wieder Auftrieb. Die November-Bohne legte nach einer wechselhaften Sitzung 7,2 Cent/bushel auf 9,58 US-$/bushel zu. Die ansehnlichen Exportverladungen überraschen, da die alterntige US-Saison dem Ende zugeht und der September ein Übergangsmonat von der alten zur neuen Ernte ist.
 
Die für die neue US-Ernte hat das Brokerhaus FC Stone eine sehr bärische Schätzung veröffentlicht. Es rechnet mit einem Durchschnittsertrag von 50,1 bushel/acre und einer Sojabohnenernte von 113,3 Mio. t. Damit setzt es sich an die Spitze der optimistischen Erwartungen.
 
Für Brasilien setzt die Conab die diesjährige Sojabohnenernte final auf 95,4 Mio. t fest.  Trockenes Wetter erschwert die brasilianische Sojabohnenaussaat auf den frühen Standorten.
 
Raps: Die Rapskurse konnten den festeren Bohnen nicht folgen. An der Matif verlor der November 1,75 €/t und notierte bei rund 378 €/t. Der Sprung auf das 380er Podest lässt weiter auf sich warten. Der festere US-Dollarkurs belastete die Notierungen in Paris und  Winnipeg.
 
In Winnipeg verlor der Novembertermin 4,50 €/t und fiel auf rund 461 Can-$/t. In Kanada ist zudem leichter Erntedruck spürbar. Heute veröffentliche Statistics Canada seine Bestandszahlen zum 31. Juli. Umfragen zufolge könnten die kanadischen Canola- Bestände zu diesem Stichtag auf 1,27 Mio. t und auf den niedrigsten Wert seit drei Jahren gefallen sein.
 
Palmöl: Nach freundlichem Start drückten Gewinnmitnahmen auf die Kurse. Die Palmölpreise in  Malaysia halten aber weiter ein hohes Niveau und die Verluste blieben überschaubar. Heute Morgen setzt sich die Korrekturphase fort.
 
Rohöl: Neue Spekulationen über mögliche Produktionsbegrenzungen ließen Rohöl mit kleineren Kursgewinnen schließen. Brent Crudeöl notierte ein Plus von 0,37 US-$ und schloss mit 47,26 US-$/Barrel. Die Opec produziert nach Einschätzung der Commerzbank weiterhin mehr Rohöl, als benötigt wird. Im vergangenen Vierteljahr hat das Kartell seine Produktion um 1 Mio. Barrel pro Tag erhöht. (St) 
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