Märkte am Morgen: Getreide

Externe Einflüsse drücken Kurse

Weizen: Die Abwärtsbewegung für europäischen Weizen hielt an. Die alte Ernte verlor  bis 2,50 €/t. Der März fiel auf 163,50 €/t. Schwache Vorgaben aus Chicago und das gedrückte Umfeld der Finanz- und Aktienmärkte sowie der übrigen Commodities bei einer sehr guten globalen Versorgung sorgen für anhaltenden Druck auf die Notierungen.
 
Der strenge Frost in weiten Teilen Europas milderte die Kursverluste allenfalls etwas ab. In Deutschland sind die Wintergetreidebestände weitestgehend von einer Schneedecke geschützt. Auch Frankreich erwartet keine Schäden. In Polen könnte der Weizen allerdings bei Minustemperaturen von bis zu 25 °C gelitten haben.
 
In Chicago gaben die Weizenkurse wieder nach. Der März verlor 3 Cent/bushel und fiel auf 4,71 US-$/bushel. Die Kurse konnten sich im Sitzungsverlauf noch leicht verbessern.  Informa geht von einer rückläufigen Gesamt-Weizenfläche in den USA von 6,4 Prozent in diesem Jahr aus. Der Wert liegt etwas niedriger als Rückgang der US-Winterweizenfläche.
 
Russland spekuliert auf künftig größere Weizenlieferungen in den Iran und will in diesem Jahr einen Anteil von 30 Prozent am iranischen Weizenimport erreichen. Ägypten hat einen Weizentender für eine unbestimmte Menge zur Verladung 20. Februar bis Anfang März ausgeschrieben. Das Ergebnis wird im Laufe des Tages erwartet. Zuletzt hatte Ägypten 120.000 t Weizen in Argentinien gekauft.
 
Mais: Als einziger Agrar-Future konnte sich der Chicagoer Mais in den hellgrünen Bereich retten. Der März schloss gut behauptet bei knapp 379 US-$/bushel. Die von Informa erwartete kommende niedrigere US-Maisfläche, der Verkauf von 263.100 t US-Mais nach Mexiko und der große Importbedarfs Südafrikas von bis zu 6 Mio. t Mais sorgen für die etwas freundlichere Stimmung am Terminmarkt.
 
An der Matif korrigierten die Maiskurse nach zwei freundlicheren Tagen wieder nach unten. Der März und der Juli verloren 2,25 €/t. Der März fiel auf 154,25 €/t.
 
Gerste: Die Farmer in der Ukraine werden in diesem Jahr den Anbau von Sommergerste um 22 Prozent auf 2,2 Mio. t ha ausdehnen, erwartet AKP-Inform. Der größere Gerstenanbau resultiert aus der witterungsbedingt kleineren Aussaatfläche von Winterweizen im vergangenen Herbst. Viele bestellte Weizenflächen sind zudem aufgrund der extremen Herbst-Trockenheit gar nicht erst aufgelaufen. (St)
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