Agrarpreise

FAO-Index legt erneut zu


Für den April errechnete die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) einen Preisindex von 151,8 Punkten. Über alle von ihr beobachteten Warengruppen hinweg sind die Preise damit gegenüber März um 0,7 Prozent gestiegen. Im Vorjahresvergleich liegt der Index dagegen um 10 Prozent niedriger.

Für die einzelnen Warengruppen zeigen sich unterschiedliche Tendenzen. Deutlich gestiegen sind die Pflanzenölpreise (4,1 Prozent) Verantwortlich dafür seien die pessimistischen Aussichten für die Palmölproduktion bei einer voraussichtlich steigenden globalen Nachfrage gewesen, so die FAO-Experten. Getreide verteuerte sich um 1,5 Prozent, wofür vor allem höhere Maispreise verantwortlich waren. Auch die Fleischpreise stiegen leicht um 0,8 Prozent.

Kritisch bleibt die Lage für Milchprodukte. Der Teilindex sank im April erneut um 2,2 Prozent auf 127,4 Punkte. Beim Zuckerpreis, der im März um 17,1 Prozent zulegte, ist der Preisanstieg vorerst gestoppt. Der Teilindex sinkt im April um 1,7 Prozent. Die große brasilianische Zuckerrohrernte, die zweithöchste aller Zeiten, habe preisdämpfend gewirkt, so die FAO. (SB)
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