Märkte am Mittag

Fallende Preise schrecken Käufer ab

Die Weizennotierungen an der Matif befinden sich weiter im Abwärtstrend. Am späten Mittag notierte der Novemberkontrakt an der Börse nach einem Minus von 1,25 €/t bei 191,75 €/t. Bei den fallenden Preisen am Terminmarkt haben sich die Mühlen im Westen mehr oder weniger vom Markt zurückgezogen. Im Rheinland lassen sich allenfalls noch einzelne Fuhrenpartien für die alte Ernte bei den Mühlen unterbringen. Die Abschläge auf die Novembernotierung liegen bei 5,00 €/t.
 
Auch für die neue Ernte winken die meisten Mühlen ab und nennen keine konkreten Geldkurse. Vereinzelte Kaufideen von 6,00 bis 8,00 €/t unter der Matifnotierung stoßen aber auch bei den Abgeber auf taube Ohren. Aus Westfalen wurden kleinere Umsätze für Februar/März mit einer Minusprämie von 2 t €/t auf den März bekannt.
 
In den Veredlungsregionen kommt sporadisch etwas Kaufinteresse für die alte Ernte auf, zumal noch Deckungslücken bis zum Anschluss an die neue Ernte bestehen. Die Futterweizenpreise waren allerdings in Bewegung und passen sich derzeit fast eins zu eins den rückläufigen Matifnotierungen an. Frachtfrei Südoldenburg werden Weizenpreise für Juli von 195 bis 196 €/t genannt. Das alterntige erste Angebot ist schon fast drängend und findet auch bei Kursen von 197 €/t frachtfrei Südoldenburg keine Käufer. Es wird vermutet, dass einzelne Partien, die ursprünglich für den Export über den Hamburger Markt vorgesehen waren, nun auf den nordwestdeutschen Markt drängen.
 
Raps für die neue Ernte wird kaum unterhandelt. Die Landwirte sind nicht bereit, auf dem derzeitigen Preisniveau neue Kontrakte abzuschließen. Für die alte Ernte wurden die Prämien franko westdeutsche Ölmühlen etwas angehoben, so dass noch die eine oder andere Restpartie an den Markt gelangt. An der Matif bewegen sich die Kurse heute erneut im roten Bereich und der August notierte am späten Mittag bei 352 €/t. (St) 
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