Erntegespräch Detmold

Fallzahl bleibt wichtigstes Kriterium

Die Auswertung von rund 1.000 Proben ist zwar nicht repräsentativ, aber gibt einen Trend zur Weizenqualität in diesem Jahr in Deutschland. So ist in jedem Bundesland der Proteingehalt gegenüber Vorjahr deutlich gestiegen, sagte am Donnerstag Alexandra Hüsken vom Max-Rubner-Institut (MRI) in Detmold. Im MRI werden die Proben untersucht. Die Expertin stellte heute in Detmold zu einem frühen Zeitpunkt die Ergebnisse zur Qualität der Besonderen Ernteermittlung (BEE) beim Detmolder Erntegespräch 2017 vor.

Der Mittelwert von 13 Prozent Protein für Weizen übertrifft den Vorjahreswert von 12,6 Prozent. Ebenfalls höher ist der durchschnittliche Sedimentationswert der diesjährigen Weizenernte von 47 ml ausgefallen. Negative Auswirkungen hatte die Hitzewelle in der Reifephase auf das Hektolitergewicht. Es kam es zu einer verkürzten Kornfüllungsphase.

Mindestanforderungen für Hektolitergericht verfehlt

Der Regen zur Ernte senkte die Fallzahlen in vielen Regionen. Hier seien die Schwankungen von unter 100 bis zu 400 sehr groß gewesen, sagte Hüsken. Dennoch sind Erfasser und Mühlen mit dem Durchschnittswert von 290 sek. mehr als zufrieden. Denn die Fallzahl bleibt auch in Zukunft das wichtigste Kriterium für die Mühlen und die Bäckereien.

Die Mindestanforderungen für das Hektolitergewicht von 78 kg/hl seien hingegen nicht immer erreicht worden. Für Schwierigkeiten bei der Erfassung sorgte ein hoher Anteil von Schmachtkorn und Auswuchs bei spät geernteten Partien. 48 Prozent der untersuchten Partien von A- und E-Weizen erfüllten die qualitativen Anforderungen, so Hüsken. (da)
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