Argentinien

Farmer sitzen auf riesigen Sojabeständen

Die argentinischen Farmer sitzen weiterhin auf riesigen Sojabohnenbeständen mit einem geschätzten Wert von 19 Mrd. US-$. Die Getreidebörse in Rosario geht davon aus, dass die Farmer noch immer 4,5 Mio. t aus der Sojabohnenernte des Jahres 2012/13 horten. Für die laufende Kampagne werde sich der Trend verschärfen und 35 Prozent der diesjährigen argentinischen Sojabohnenernte von 55,7 Mio. t würden weggepackt werden, so die Einschätzung der Börse.
 
In Argentinien halten die Farmer ihre Bohnen aus Protest gegen die Exportpolitik der Regierung und bei der "Schwindsucht" des argentinischen Pesos vor  allem als Sicherheit gegen die galoppierende Inflation zurück. Laut den Prognosen des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums USDA werden sich die argentinischen Sojabohnenbestände zum Ende der Kampagne 2013/14 gegenüber dem Vorjahr um 5,6 Mio. t  erhöhen und auf rund 28 Mio. t ansteigen.  
 
Mit der Lagerung von Sojabohnen haben die Landwirte in Argentinien langjährige Erfahrungen. Die Sojabohnen werden in riesengroßen Silosäcken mit einem Fassungsvermögen von 60 t bis 250 t und zum größten Teil  auf den Feldern eingelagert. Die Lagerung selbst ist problemlos und bei Kosten von nur 3 US-$/t sogar äußerst preisgünstig. (St) 
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