Märkte am Morgen: Ölsaaten

Februar-Raps endet turbulent

Sojakomplex: Die Korrektur im Sojakomplex setzt sich fort. Die Bohne verliert im Frontmonat 7,2 Cent/bushel. Sojaschrot fällt mit einem Minus von 8 US-$/short-ton sogar deutlich ab und die Kurse unter den gleitenden 100-Tagesdurchschnitt. Lediglich Sojaöl kann sich etwas abheben und profitierte von Spreads gegen Sojaschrot. Technische Positionsauflösungen zum Monatsende und die einsetzende Sojabohnenernte in Brasilien drücken auf die Stimmung in Chicago.
 
In den trockeneren brasilianischen Soja-Anbaugebieten hat es in vergangenen Tagen zudem etwas geregnet. Die brasilianischen Sojabohnenbestände bieten weitgehend ein sehr gutes Bild, wird von einer Feld-Tour berichtet.
 
Das US-Brokerhaus Allendale geht mittelfristig von starkem Druck auf die Sojabohnennotierungen aus. Im Herbst könnten die Sojabohnenpreise in Chicago bis auf 8 US-$/Bushel fallen, prognostizieren die Broker. Am Freitag notierte die November-Bohne noch bei 9,45 US-$/Bushel.
 
Raps: Der Februar-Kontrakt an der Matif endete in einer denkwürdigen Sitzung. Der Kontrakt wurde in einer Bandbreite von 18 €/t gehandelt. Kurz vor Börsenschluss stand noch ein Plus von 16,50 €/t an der Notierung. Glattstellungen in letzter Minute sorgten für die kräftige und unerwartete Korrektur. Bei Börsenschluss verabschiedete sich der Februar nach einem Plus von 8,75 €/t mit 350,25 €/t vom Pariser Parkett. Die übrigen Termine profitierten von der Rallye und legen bis zu 3,50 €/t zu.
 
In Winnipeg verhalf der schwache kanadische Dollarkurs den Canola-Notierungen zu Kursgewinnen bis zu 4,30 Can-$/t. Auch das festere Chicagoer Sojaöl gab  unterschwellig Unterstützung.
 
Rohöl: Mit überraschenden Notizgewinnen von 3,86 US-$/Barrel für Brent Crude-Öl verschaffte sich Rohöl erst einmal etwas Luft im Abstiegskampf. WTI legte in fast ähnlicher Größenordnung zu. Spekulative Käufe in Erwartung einer rückläufigen Rohölförderung in den USA sollen die Rally ausgelöst haben. In den USA sind die Anzahl der Öl-Förderstätten auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren gefallen. Heute Morgen bewegen sich die Notierungen allerdings schon wieder unter roten Vorzeichen. (St)
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