Mischfutter

Fefac gibt pessimistischen Ausblick

Die europäische, industrielle Mischfutterproduktion nahm im Jahr 2015 mit knapp 156,1 Mio. t um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Diese Zahlen gab der Verband der europäischen Mischfutterhersteller Fefac am Mittwoch bekannt.

Unter den größten europäischen Produzenten konnte sich Polen mit einem Plus von 4 Prozent behaupten. Die Nachfrage nach Geflügelfutter war besonders rege. Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Großbritannien und die Niederlande  schwankten in der Produktion zwischen einem Minus von 0,5 und einem Plus von 1 Prozent.
Mischfutterproduktion in der EU
Futter in Mio. t
2014 
2015
Veränderung in Prozent
 Rinder 42,5 42,1 - 1
 Schweine 49,2 49,2 0
 Geflügel 51,8 52,7 + 2
 Gesamt 155,8 156,1 + 0,2


Für 2016 gibt die Fefac einen pessimistischen Marktausblick. Obwohl ein leichter Zuwachs bei der Geflügelfutterproduktion von 1 Prozent zu erwarten ist, werde der Rückgang beim Schweinemischfutter umso drastischer ausfallen mit von einem Minus von 2 bis 3  Prozent. Bei Rinderfutter erwartet die Fefac einen Rückgang um 1 Prozent. In der Summe geht der Verband von einem Rückgang von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus.

Die Mischfutterproduktion im laufenden Jahr könnte durch El Nino auf der südlichen Hemisphäre und Dürreperioden in Südeuropa beeinflusst werden. Außerdem besetht das Risiko, dass das Virus der Aviären Influenza Geflügelbestände reduziert. Die Blauzungenkrankheit oder die Afrikanische Schweinepest könnten Rinder und Schweinebestände schrumpfen lassen. Sollten die Verhandlungen mit Russland im Sanitärbereich positiv verlaufen, könnte der Export bestimmter Schweineprodukte nach Russland den Druck auf den Schweinefleischmarkt lindern, schätzt die Fefac. (has)
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