Marktsensor

Feldbestände sehen gut aus


Schlüsseldaten
Die agrarzeitung hat den Marktsensor gemeinsam mit der Kleffmann-Gruppe entwickelt, um unter Landwirten in Deutschland Schlüsseldaten zu Angebot und Nachfrage zu ermitteln. Teilnehmende Landwirte bekommen die Ergebnisse der Umfrage exklusiv zur Verfügung gestellt und bekommen so Einblicke in das Vermarktungsverhalten ihrer Berufskollegen. Machen Sie jetzt bei der neuen Befragung mit!
Kaum Anlass zur Besorgnis gibt hiesigen Erzeugern die Verfassung ihrer Getreidebestände auf den Feldern. Das geht aus der jüngsten Marktsensor-Befragung von Mitte Januar hervor, an der sich knapp 200 Landwirte aus ganz Deutschland beteiligt haben.

Im Schnitt attestieren rund 54 Prozent der Befragten ihren Winterweizenbeständen eine durchschnittliche bis gute Verfassung, knapp 36 Prozent geben ihren Pflanzen gute bis sehr gute Noten. In unterdurchschnittlichem bis schlechtem Zustand sehen nur 9,8 Prozent die Bestände.

Weizen erfreut im Nordosten

In durchschnittlicher bis guter Verfassung wähnen 50 Prozent der Befragten ihren Winterraps, 37 Prozent geben den Pflanzen eine gute bis sehr gute Note. Die Wintergerstenbestände sehen gut 51 Prozent der Teilnehmer in durchschnittlicher bis guter Verfassung, 37 Prozent erteilen ihnen gute bis sehr gute Noten.

In der Bewertungen der Kulturen zeigen sich regionale Unterschiede. Besonders zufrieden zeigen sich die befragten Landwirte im Nordosten mit der Verfassung ihrer Winterweizenbestände. 61,5 Prozent geben den Pflanzen gute bis sehr gute Noten, 38,5 Prozent sehen sie in durchschnittlicher bis guter Verfassung. Im Südwesten hingegen beurteilen immerhin 11,4 Prozent der Befragten die Verfassung ihrer Pflanzen als unterdurchschnittlich.

Bei Raps ist die Zufriedenheit mit den Pflanzen im Südosten am ausgeprägtesten. 62,5 Prozent der Marktsensor-Teilnehmer aus dieser Region beurteilen den Zustand ihrer Bestände als durchschnittlich bis gut, 25 Prozent sehen ihren Winterraps in guter bis sehr guter Verfassung. Im Südwesten hingegen sehen den Angaben von knapp 17 Prozent der Befragten zufolge die Rapsbestände unterdurchschnittlich aus. Mit ihren Wintergerstenbeständen rundum zufrieden sind Erzeuger im Nordosten. Im Südwesten hingegen bezeichnen 21 Prozent der Befragten den Zustand ihrer Pflanzen als unterdurchschnittlich.

Kaum Wintergerste unter Vertrag

Unterdessen nimmt in der 2. Hälfte des aktuellen Wirtschaftsjahres 2013/14 die Vermarktung der neuen Ernte nicht an Fahrt auf. Erst 5,3 Prozent ihrer Winterweizenernte 2014 haben die befragten Landwirte im bundesweiten Durchschnitt verkauft. Auch bei Wintergerste und Winterraps sind Vorkontrakte mit 9,5 respektive 4 Prozent bislang Mangelware. (pio)
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