Viehhandel

Ferkelexporte nach Deutschland stagnieren

Deutschland importierte 2015 nahezu genauso viele Ferkel, Sauen, Schlachtschweine und Schlachtsauen wie im Jahr 2014. Nach Berechnungen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) summierten sich die Importe auf insgesamt 15,7 Millionen Tiere. Die allermeisten Ferkel kommen weiterhin aus den Nachbarländern Dänemark und Niederlande nach Deutschland: 8,3 Millionen Tiere wurden demnach aus Holland importiert, 6,7 Millionen Schweine und Ferkel stammten aus Dänemark. Die Importe aus diesen Ländern liegen damit ungefähr auf dem Niveau von 2014 und sind erstmals seit Jahren nicht gestiegen. Die restlichen 700.000 Schweine stammen mehrheitlich aus Belgien und Frankreich.

Zum 1. April 2015 hatte die EU die Kennzeichnungspflichten für Fleisch verschärft. Mit der zusätzlichen Herkunftskennzeichnung wie „geboren in“ und „aufgezogen in“ wurden die Herkunftsangaben erweitert. Gleichzeitig konnte sich mit „5 x D“ für Tiere aus Deutschland ein neues Qualitätskriterium entwickeln. Der damals erwartete Einfuhrrückgang von ausländischen Schlachtschweinen wurde mit den neuesten Zahlen jedoch nicht bestätigt, allerdings stiegen die Importe auch nicht weiter an. (SB)
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