Märkte am Morgen

Feste Aktienkurse regen Agrarbörsen an


Weizen: Die Weizenkurse an der Matif profitierten von den festeren Vorgaben aus Übersee mit leichten Kursgewinnen auf Termin. Der Frontmonat März schloss dagegen technisch bedingt etwas schwächer. Die Preisdifferenz zwischen März und dem Folgetermin Mai bleibt mit einem Abschlag von 10 €/t für Mai erheblich. Die offenen Positionen bauen sich weiter ab und sind mit rund 190.000 Kontrakten auf den niedrigsten Stand seit Mai 2012 gefallen.
 
In Chicago legte Weizen leicht zu und bewegte sich im festen Umfeld von Soja und Mais sowie der übrigen Commodities. Durch die vorangegangen Preiskorrekturen ist der US-Weizen inzwischen billiger als Mais geworden und könnte neue Impulse für die Verfütterung auslösen, erwarten Marktbeobachter.
 
Beim jüngsten Weizentender Saudi-Arabiens über 575.000 t konnte Australien den größten Batzen einheimsen. Der Tender setzt sich größtenteils aus Hartweizen zusammen, aber bei den 110.000 t Weichweizen kam auch deutscher Weizen zum Zuge. Indien verstärkt vor der anstehenden neuen Weizenernte seine internationalen Aktivitäten und will weitere 5 Mio. t Weizen exportieren. Bisher hat der Subkontinent bereits 4 Mio. t Weizen exportiert, überwiegend Futterweizen.  
 
Mais: Mit soliden Tagesgewinnen beendeten die Maisnotierungen Chicago ihre Sitzung. Feste Kassapreise und  freundliche Rohstoffmärkte setzen den Rahmen. China hat zudem angekündigt, dass es ein Ankaufprogramm für Mais und Sojabohnen starten will, um seine Lagerbestände aufzustocken. Im Südosten der USA und im Deltagebiet hat die Maisaussaat begonnen.
 
An der Matif hat sich der Märzkontrakt mit einem leichten Kursgewinnen und einem Schlusskurs von 218,50 €/t verabschiedet. In seiner Kontraktlaufzeit bewegten sich die Notierungen zwischen 262 €/t im Hoch und 186 €/t im Tief. Neuer Frontmonat ist ab heute der Juni, der seine Sitzung mit 223,25 €/t beendete.
 
Sojakomplex: Der Sojakomplex hielt seine Aufwärtsbewegung bei und profitiert weiterhin von den Logistikproblemen Brasiliens. Zwischenzeitlich sprang der Märzfuture wieder über 15 US-$/Bushel. Die Nachfrage nach US-Sojabohnen bleibt stetig. Das USDA hat neue Bohnenexporte von 675.000 t bekannt gegeben, die sich in etwa zur Hälfte auf die alte und neue Kampagne verteilen. Sojaschrot legte moderat zu.
 
Raps: Auch Raps ließ sich von der freundlichen Stimmung anstecken. Der Mai brachte es auf ein Plus von 3,25 €/t, die neuerntigen Termine notierten ebenfalls etwas fester. Mit den höheren Preisen hat sich nach den müden Vortagen das Handelsvolumen an der Matif etwas belebt. An den physischen Märkten finden in Ost- und Mitteldeutschland kleinere Abschlüsse für die neue Ernte statt.
In Winnipeg notierte die alte Ernte etwas fester, die neue Canola-Ernte gab dagegen leicht nach.
 
Rohöl: Die Rohölnotierungen zeigten nach den schwachen Vortagen erste Anzeichen einer Erholung. Kräftige Schützenhilfe gab es von dem Aktienmärkten. Der Dow-Jones-Index sprang über 14.000 Punkte und auf einen neuen Rekordwert. Der DAX steht kurz davor, die 8000 Punkte-Marke zu knacken. Die deutlichsten Notizgewinne verbuchte Brent Crude Öl mit einem Pus von 1,52 US-$/Bushel, da ein Pipelinesystem in der Nordsee nach einem Leck in einer Ölplattform abgeschaltet werden musste. (St)
stats