Märkte am Morgen: Ölsaaten

Feste Tendenz für Soja hält an

Sojakomplex: Zum Wochenschluss setzen überschaubare Gewinnmitnahmen die Sojanotierungen etwas unter Druck. Die Julibohne verlor 12,2 Cent/bushel, Schrot gab für diesen Termin 4 US-$/short ton nach. Heute Morgen ziehen die Sojabohnenpreise schon wieder im deutlich zweistelligen Bereich an und auch Sojaschrot notiert fester.

Die Fonds bauten in der Berichtswoche ihre long-Position in Chicago erneut aus und wetten weiter auf steigende Sojapreise. Inzwischen halten sie long-Positionen in Rekord-nahem Umfang. Analysten warnen allerdings, denn das USDA wird in der neuen Flächenschätzung am 30. Juni voraussichtlich eine größere US-Sojabohnenfläche ausweisen.

In Argentinien trüben neue Regenfälle die Aussichten für die restliche Sojabohnenernte ein. Die Börse in Buenos Aires rechnet mit weiteren Ertragsverlusten. Das US- Analystenhaus Informa taxiert in seinem neuen Bericht die argentinische Sojabohnenernte mit 55 Mio. t aber noch unverändert wie Vormonat. Für Brasilien korrigierte es die Ernteschätzung dagegen um 1,6 Mio. t auf 98,5 Mio. t nach unten.

Raps: Die leicht gedrückt Vorgaben vom Sojakomplex bremsten am Freitag mögliche Notizgewinne der Matif aus. Zeitweise war der Kurs für August auf 381,50 €/t angestiegen, der Schlusskurs lag jedoch bei gut 379 €/t. Die Aktivitäten waren lebhaft.

In Winnipeg drückten Gewinnmitnahmen in Verbindung mit einem festeren kanadischen Dollarkurses die Canola-Notierungen in den roten Bereich. Der Juli verlor 6,50 $ und notierte mit 514 Can-$/t.

Für Australien erwarte die Ölsaatenlobby für dieses Jahr eine gute Rapsernte von 3,4 Mio. t. Sie würde das Vorjahresergebnis um 300.000 t übertreffen.

Palmöl: Die Kursschwankungen für Palmöl setzen sich fort. Nach anfänglichen Gewinnmitnahmen machten die Notierungen die Verluste wett und schlossen etwas fester. Heute Morgen sieht es an der Börse in Malaysia ähnlich aus.

Rohöl: Brent Crudeöl fiel bei überschaubaren Notizverlusten auf 49,64 US-$/Barrel. WTI notierte mit 48,62 US-$/Barrel. Gedrückte Konjunkturdaten aus den USA belasten. Die Rohölproduktion der USA hat sich gegenüber dem Vorjahr um 900.000 Barrel pro Tag auf 8,735 Mio. t reduziert. Einschätzungen der Commerzbank zufolge sind die Vorzeichen derzeit gut, dass der Rohölmarkt die Marke von 50 US-$/Barrel aufs erste verteidigen könnte. (St)
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