Märkte am Morgen: Ölsaaten

Fester Dollar hält Raps hoch

Sojakomplex: Die Aussicht auf südamerikanische Rekord-Sojabohnenernten drückte auf die Soja-Notierungen. Die Bohne verliert 6,6 Cent/bushel, Schrot kann sich dagegen noch behaupten. Trotz regionalen Wetterproblemchen in Brasilien sieht es für die südamerikanischen Ernten sehr gut aus. Weite Teile der brasilianischen Anbaugebiete können sich über Niederschläge freuen. In Argentinien soll das Wetter für die heranwachsende Sojabohnenernte nahezu ideal sein und alles deutet auch dort auf eine Rekordernte hin.
 
Der IGC korrigiert in seinem neuen Bericht seine globale Sojabohnenschätzung um 4 Mio. t nach oben. Mit seiner Ernteprognose von 312 Mio. t liegt er aber noch 2 Mio. t unter den USDA-Zahlen. Analysten halten bei den nicht ganz so optimalen Bedingungen für Brasilien allerdings überschaubare Abwärtskorrekturen der brasilianischen Ernte für möglich.
 
Raps: Die Notierungen am Terminmarkt stehen fast ausschließlich unter dem Einfluss eines festeren Dollars. Die Rapsnotierungen an der Matif zogen für Februar leicht, für die neue Ernte dagegen bis 2,50 €/t an. Möglicherweise schlägt sich bei der neuen Ernte die kleinere europäische Rapsfläche nieder, die etwa 6 Prozent kleiner als im Vorjahr ausfallen könnte. Das Preisniveau an der Matif bewegte sich mit Ausnahme des Erntemonats von Februar 2015 bis Mai 2016 auf einem Einheitsniveau von um die 355 €/t.
 
Auch in Winnipeg bringt der feste US-Dollar und die schwächere kanadische Währung Impulse für Canola. Die alterntigen Notierungen zogen bis zu 3,60 Can-$/t an. Spekulative Käufe der Fonds unterstützen die kanadischen Kurse.  
 
Pflanzenöl stand erneut unter Druck. Palmöl gab in Malaysia deutlich nach und hat seit Monatsmitte 117 Ringgit verloren. Die Aussicht auf steigende Palmölbestände im südostasiatischen Raum und kleinere Exporte aus Indonesien gelten als Ursache für die Tendenzwende bei Palmöl.
 
Rohöl: Der feste Dollar, hohe Rohölbestände in den USA und die anhaltende Überschussproduktion setzen die Kurse wieder unter Druck. WTI verlor 1,47 US-$/Barrel, Brent schloss 0,51 US-$/Barrel schwächer. Die US-Energiebehörde EIA weist einen Anstieg der wöchentlichen Rohölbestände von 10 Mio. t auf 398 Mio. Barrel für die USA aus. Agenturberichten zufolge liegen die US-Bestände auf dem höchsten Niveau seit rund 80 Jahren. Wie sich der Tod des saudi-arabischen Königs Abdullah auf die weitere Strategie der Opec auswirkt, bleibt abzuwarten. (St)
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