Märkte am Morgen: Getreide

Fester Dollar hilft Matif-Weizen

Weizen: Ein festerer Dollarkurs und die Rekord-Exportlizenzen vom Vortag bringen dem Weizen an der Matif positive Impulse. Zeitweise ziehen die Kurse bis auf 190 €/t an. Der März notierte bei Börsenschluss ein Plus von 1,25 €/t. Auch aus Chicago kamen freundliche Signale für den europäischen Weizen. Im Wochenverlauf konnte der März-Kontrakt an der Matif immerhin 5 €/t dazugewinnen.
 
Der feste US-Dollar stützt den EU-Weizenmarkt.
-- , Foto: Andrea Damm / pixelio.de
Der feste US-Dollar stützt den EU-Weizenmarkt.
In Chicago wurden die Weizenkurse ebenfalls durch Exporthoffnungen gestützt. Die Börse spekulierte auf Käufe Ägyptens, nachdem die US-Regierung dem nordafrikanischen Staat eine Kreditlinie von 100 Mio. US-$ für Weizenkäufe in den USA eingeräumt hat. Der festerer Dollarkurs drückte allerdings auf die Tagesgewinne, so das Chicago nur gut behauptet schloss. Im Wochenverlauf hat der Frontmonat nach einer ansehnlichen Rally 21 Cents/bushel zugelegt.
 
Das russische Agrarministerium hat Schätzungen von Beratungsorganisationen über schwach entwickelte Wintergetreidebestände bestätigt. Rund 21 Prozent der Wintergetreideflächen in Russland befinden sich danach in einem schlechten Zustand. Die Beratungsorganisationen Ikar erwartet in diesem Jahr eine russische Getreideernte von 85 bis 95 Mio. t und damit deutlich weniger als im Vorjahr.
 
Mais: Kleinere Short-Abdeckungen vor dem Wochenende ließen die Chicagoer Maisnotierungen noch geradeso in den grünen Bereich drehen. Die höheren Rohölpreise haben die Margen in der US-Ethanolindustrie zwar etwas verbessert, sie sollen aber nach wie vor unter Druck stehen. Vom USDA-Report am Dienstag erwartet der Markt etwas höhere US-Endbestände an Mais.
 
An der Matif hielt die freundlichere Tendenz bei kleinen Notizgewinnen an. Der März notierte knapp unter 156 €/t. (St)
 
stats